Ärger wegen Knallerresten und Scherben nach der Silvesternacht

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An vielen Stellen in der Stadt sind Böller- und Raketen-Reste eher dürftig beseitigt worden.

Hamm - Gemessen an der Menge Unrat, die am Dienstag noch auf Gehwegen und Plätzen lag, kümmern sich viele Bürger offenbar „einen Dreck“ um ihre Hinterlassenschaften aus der Silvesternacht. Dabei ist die Beseitigung von Böllerresten und Glas Bürgerpflicht.

Verdreckte Gehwege erzürnten auch WA-Leser. Städtische Mitarbeiter werden in diesen Fällen nicht mehr extra zum Besen greifen, denn sie fahren seit Dienstag wieder den normalen Turnus. Am Neujahrstag hatten sechs Mitarbeiter des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs Hamm (ASH) ab 6 Uhr morgens in einer Sonderschicht Bereiche der Innenstadt, den Hauptbahnhof und die Fußgängerzone von den Spuren der Silvesternacht befreit. Eine kleine und eine große Kehrmaschine, zwei Handreiniger mit Handwagen und Mitarbeiter für die Müllkorb-Leerung waren dabei unterwegs. Auf etwas vier Tonnen beziffert der ASH die Menge an Müll, der auf diese Weise abgefahren wird.

Bürger müssen Gehwege räumen

Zurückgeblieben sein dürfte allerdings weit mehr. „Diese Reste werden im Rahmen der normalen Straßenreinigung beseitigt“, sagte Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage. Dies könne je nach Turnus mitunter einige Tage dauern. Besonders ärgerlich sei, wenn neben durchweichtem, rot-braunem Matsch auch Glas liegen bleibe. Huster wies  darauf hin, dass die Beseitigung der Knaller, Raketen und restlichen Silvesterabfälle Bürgersache ist: Laut Straßenreinigungssatzung müssen Bürger ihre Gehwege selbst räumen und die Reste der Silvesternacht wegkehren und entsorgen. Ausnahme: Die Reinigung erfolgt bei ihnen als Vollreinigung.

„Wo ist das Problem, die Überreste der Knallerei wieder mitzunehmen und ordentlich zu entsorgen, statt einfach gedankenlos für die Allgemeinheit liegen zu lassen?“, fragt sich ein WA-Leser. Den Mitarbeitern der Stadtreinigung spricht er im Gegenzug großen Dank aus.

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