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25 Jahre Radlerbündnis: Wie fahrradfreundlich ist Hamm wirklich?

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Von: Jörn Funke

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Sei 25 Jahren ist Hamm eine fahrradfreundliche Stadt. Laut ADFC hat die Initiative aber an Schwung verloren. © Andreas Rother

Hamm - Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) will eine Verkehrswende zugunsten des Fahrrads zum politischen Thema in Hamm und ganz NRW machen. Der Verband schließt sich der Petition „Aufbruch Fahrrad NRW“ an und will mit einer Podiumsdiskussion eine Bilanz zu 25 Jahren fahrradfreundliches Hamm ziehen.

Vor 25 Jahren gehörte Hamm zu den Gründungsstädten der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen (AGFS).

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Anfangs sei der Elan groß gewesen, sagt der Hammer ADFC-Vorsitzende Klaus Peter Kappelt: Die Radpromenade rund um die Innenstadt wurde angelegt, Einbahnstraßen in Gegenrichtung freigegeben und Verbindungen in die Bezirke geplant. Zuletzt habe der Schwung allerdings nachgelassen. Darüber soll am Dienstag, 26. Juni, ab 19 Uhr im Heinrich-von-Kleist-Forum (Gerd-Bucerius-Saal) diskutiert werden. 

Auf dem Podium sitzen Stadtbaurätin Rita Schulze Böing, der Ahlener Stadtbaurat Andreas Mentz, der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Semmelmann und Kappelt. Es moderiert Detlef Burrichter (Wirtschaftsförderung Hamm), der als WA-Redakteur bei Fahrradthemen engagiert war. Der Eintritt ist frei. 

1000 Kilometer Radschnellwege 

Die Diskussion ist der Hammer Auftakt für den „Aufbruch Fahrrad“. Ziel der Petition ist eine stärkere Förderung der Fahrradmobilität durch das Land. Der Anteil des Radverkehrs solle landesweit auf 25 Prozent steigen, sagte der stellvertretende Hammer ADFC-Vorsitzende Rainer Wilkes. Das bedeute weniger Staus und Schadstoffe.

Das Aktionsbündnis „Aufbruch Fahrrad NRW“ fordert unter anderem 1.000 Kilometer Radschnellwege bis 2030, 300 Kilometer neue Radwege jährlich, Fahrradstraßen in allen Kommunen, mehr Stellen in den Fahrradabteilungen der Behörden, Fahrradstaffeln der Polizei, kostenlose Mitnahme in Bus und Bahn, mehr Fahrradabstellanlagen und die Förderung von Lastenrädern. Ab dem 16. Juni haben die Initiatoren ein Jahr lang Zeit, um dafür 66.000 Unterschriften zu sammeln. Für Hamm sucht der ADFC noch Sammelstellen.

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