Vor 8 Jahren ermordet: Hoffen auf Spur im Fall „Monika“

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Die Spurensicherung suchte am Fundort der Leiche nach Hinweisen auf den Täter.

Hamm - Der Mordfall Monika hat sich vor wenigen Tagen zum achten Mal gejährt – vom Täter fehlt weiterhin jede Spur. Die Bilanz für Polizei und Staatsanwaltschaft fällt dabei ernüchternd aus.

Vor zwei Jahren ging der letzte Hinweis ein, doch auch dieser führte nicht zum Ziel. Der Tod der 32-jährigen, aus Ungarn stammende Prostituierten, die in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 2009 an der Heessener Straße in das Auto eines Freiers einstieg und dafür mit ihrem Leben bezahlte, könnte einer jener wenigen Fälle sein,die niemals aufgeklärt werden.

Aber Mord verjährt nicht, und deshalb wird die Akte auch jetzt noch regelmäßig in der Dortmunder Staatsanwaltschaft hervorgeholt. „Aber es gibt nichts Neues“, sagt deren Sprecher Henner Kruse. Eine heiße Spur oder konkrete Ermittlungsansätze hat es in dem Fall ohnehin nie gegeben. Die Leiche der jungen Frau, die unter dem Namen Monika am Straßenstrich anschaffen ging, wurde knapp zwei Wochen später, am 18. Juni 2009, von Spaziergängern in einem Gebüsch unweit des Sachsenrings gefunden. Die Frau wurde erwürgt oder erdrosselt.

Zweimal wurde der Fall fürs Fernsehen aufbereitet, doch auch das führte letztlich zu keinen verwertbaren Erkenntnissen. Die Chance, dass sich heute ein Zeuge an jene Freitagnacht erinnert (tags darauf spielten Purple Schulz und Luxuslärm beim völlig verregneten Hafenfest; es war das Wochenende vor der Europawahl) tendiert gen Null. Allein ein zufälliger DNA-Treffer könnte hier noch einmal für eine Wende sorgen.

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