Eine Übersicht zum Drangewöhnen

Abschied vom Vertrauten: Neue Nummern für Hammer Buslinien

Ab Mitte Juli fahren die Busse nach einem ganz neuen Plan.
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Werbung für das neue Netz: Ab Mitte Juli fahren die Busse nach einem ganz neuen Plan.

Wenn am 18. Juli 2021 in Hamm ein neuer Fahrplan in Kraft tritt, fahren viele Buslinien nicht nur auf neuen Strecken, sondern auch mit neuen Nummern.

Hamm - Das Prinzip des neuen Nahverkehrplans für Hamm heißt: einstellige Nummern für Linien, die die gesamte Stadt durchqueren, zweistellige Nummern für Linien, die am Hauptbahnhof beginnen und enden. Ein Überblick über alte und neue Nummern für Hamm:

Linie 1

Westherringen – Maximilianpark. Bei der Traditionslinie bleibt alles, wie es ist. Die 1 fuhr ihre Strecke schließlich schon 1898 als Straßenbahn und ist damit länger im Geschäft als der gesamte Rest des Öffentlichen Personennahverkehrs in Hamm. Sie gilt zusammen mit der Schwesterlinie 3 auch als die mit den meisten Fahrgästen.

Linie 2

Hövel – Rhynern. Die 2 war in den vergangenen Jahren eine Bockum-Höveler Angelegenheit. Dabei liegen ihre Ursprünge im Süden: 1901 fuhr sie als Straßenbahn über die Werler Straße. Dorthin kehrt der Bus nun zurück, übernimmt dabei noch die bisherige 22 und verbindet künftig den Bahnhof Bockum-Hövel mit Rhynern. Die südliche Endstation heißt dann „Weiterbildungskolleg“. Bisher war sie als „Lohschule“ bekannt.

Linie 3

Pelkum – Werries. Die „Parklinie“ verbindet Selbach-, Ebert-, Kur- und Maximilianpark. Da muss man nichts ändern.

Weitere Infos zum neuen Plan:

Ab dem 18. Juli wird in Hamm der neue Nahverkehrsplan umgesetzt. Damit treten viele Änderungen im ÖPNV in Kraft. Die Stadtwerke haben auf ihrer Homepage weitere Informationen dazu gebündelt.

Linie 4

Heessen – Westtünnen. Die 4 fuhr jahrzehntelang durch Bockum-Hövel, erst als Straßenbahn, dann als Bus. Jetzt wechselt sie den Bezirk. In Heessen bildet sie mit der 12 einen Ringverkehr inklusive Stichstrecke zur St.-Barbara-Klinik, und in Westtünnen übernimmt sie einen weiteren Ring, den bisher 30 und 31 bestritten.

Linie 5

Wiescherhöfen – Uentrop. Eine 5 hat es in Hamm schonlange nicht mehr gegeben, sie fuhr einst als Hafenlinie zum Hoesch-Werk. Jetzt verbindet sie die bisherigen Linien 83 im Westen und 33 im Osten.

Linie 6

Heessen – Maximilianpark. Der südliche Abschnitt durch Hamm-Osten, Ostwennemar und Werries bleibt. Im Norden kommt eine Verbindung durch Hamm-Norden ins Heessener Dorf hinzu.

Linie 7

Herringer Markt – Berge. Da bleibt alles, wie es ist.

Verkehrswende in der Stadt Hamm:

Ab 2023 sollen Busse im Zehn-Minuten-Takt durch die Stadt fahren, mit Vorfahrt an den Ampeln. Bisher kommt der Bus höchstens alle Viertelstunde. Außerdem denkt man im Rathaus wieder über eine Stadtbahn nach. 

Keine Linie 8

Es gab sie mal zwischen Wiescherhöfen und Bradfordstraße. Sie zerfiel dann in die 30/31 und 83. Bei Neunummerierung ist die 8 wohl einfach vergessen worden.

Linie 9

Herringer Markt – Akazienallee. Alte Strecke, neue Nummer. Aus der 17 wird jetzt die 9.

Linie 10

Hauptbahnhof – Bockum. Und aus der 9 wird die 10. In Bockum-Hövel wird ein Rundkurs eingerichtet, den die neuen Linien 10 und 11 bestreiten. Im Norden gehts jetzt über den Bockumer Weg statt über den Großen Sandweg (den bekommt die 2).

Linie 11

Hauptbahnhof – Bockum. Der zweite Teil der Bockum-Höveler Rings, zusammengeführt aus den früheren Linien 4 und 9.

Linie 12

Hauptbahnhof – Heessen. Die 12 gibt es schon lange als Ringlinie im Stadtbezirk. Das Heessener Dorf gibt sie allerdings an die 6 ab.

Linie 13

Hauptbahnhof – Maximilianpark. Hoffentlich bringt das kein Unglück. Aus der 18 wird die 13, sonst bleibt dort alles, wie es ist.

Linie 14

Hauptbahnhof – Rhynern. Die 14 hieß bisher 21. Außer der Nummer ändert sich nichts.

Ring

Pelkum – Heessen. Es geht einmal um die ganze Stadt, ohne Nummer. Die 15 ist gestrichen, die Linie soll nur „Ring“ heißen. Klingt nach Londoner „Circle Line“. Aber vielleicht bekommt die 8 hier ja noch eine Chance.

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