Kita-Start im Sommer

Abriss verzögert sich: Caritasverband plant Übergangslösung für „Weltentdecker“

Es ist vollbracht: Von dem einstigen Schandfleck an der Kamener Straße existiert nur noch ein riesiger Schuttberg. Auf dem Gelände entsteht in den kommenden Monaten eine Kita.
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Es ist vollbracht: Von dem einstigen Schandfleck an der Kamener Straße existiert nur noch ein riesiger Schuttberg. Auf dem Gelände entsteht in den kommenden Monaten eine Kita.

Pünktlich zum Beginn des kommenden Kindergartenjahrs 2021/2022 im nächsten Sommer möchte der Caritasverband Hamm seine neue Kindertagesstätte auf dem Daberg eröffnen.

Pelkum – An diesen Plänen, das bestätigt Caritas-Vorsitzender Elmar Marx, hat sich nichts geändert – auch wenn der Abriss des maroden Altbaus, der an der Kamener Straße 8 für die neue Kindertagesstätte weichen muss, sich deutlich verzögert hat. „Wir planen weiterhin damit, die Kindertagesstätte im August zu eröffnen. Allerdings dann noch nicht am geplanten Standort“, so Marx.

Derzeit führe die Caritas Gespräche mit der Stadt Hamm, um auszuloten, wie die beste Übergangslösung aussieht. „Es gibt verschiedene Modelle für die Unterbringung der Kinder wie zum Beispiel Notgruppen oder auch Container“, erklärt Marx. Konkret entschieden sei dahingehend aber noch nichts. „Wir müssen das noch ausführlicher besprechen“, sagt Marx.

Zeitraum für Fertigstellung des Neubaus

Aus diesem noch zu findenden Ausweichquartier sollen die Kinder – wenn alles glatt geht – einige Wochen nach dem Start des neuen Kindergartenjahrs an den eigentlichen Standort der Kindertagesstätte an der Kamener Straße übersiedeln. „Wir rechnen derzeit mit einer Fertigstellung des Neubaus im Oktober“, berichtet der Vorsitzende des Caritas-Verbands.

Eigentlich waren Marx und seine Kollegen davon ausgegangen, dass die Arbeiten an der neuen Betreuungsstätte, die – je nach Altersstruktur und Gruppenzusammensetzung – für rund 60 Kinder gedacht ist, schon weiter wären. Der Abriss des maroden Altbaus, der schon vor Monaten hätte fertig sein sollen, verzögerte sich allerdings immer weiter. „Dafür gab es, ohne weiter ins Detail zu gehen, verschiedene Gründe“, sagt Marx.

Kita-Neubau auf fast 700 Quadratmetern

Ursprünglich waren die Caritas und die Stadt davon ausgegangen, dass das alte Gebäude schon im vergangenen August aus der Nachbarschaft verschwunden sei. Die Abrissarbeiten an der Kamener Straße laufen allerdings erst seit Anfang Januar.

Trotzdem ist Marx optimistisch, dass es im Oktober soweit ist und die Jungen und Mädchen sowie ihre neun Erzieherinnen in den etwa 688 Quadratmeter großen Neubau umziehen können. Die Gruppen- und Ruheräume verteilen sich dann auf zwei Geschosse. „Außerdem gibt es einen Mehrzweckraum, den die Stadt auch für Quartiersarbeit mit nutzen möchte“, so Marx. Auch eine Küche gehört selbstverständlich zur Ausstattung. Geplant sei es, mit einem Caterer zusammenzuarbeiten, der die Mahlzeiten in die Kindertagesstätte liefert.

So soll es aussehen: Die Ansichten zeigen die geplante Kita Weltentdecker auf dem Daberg in Richtung Norden, Osten, Süden und Westen.

Anmeldungen für Weltentdecker

Die soll sich nach ihrem Start als „Weltentdecker-Kita“ im Leben des Stadtteils etablieren. Und der Name soll Programm sein. „Wir gehen davon aus, dass wir Kinder aus vielen unterschiedlichen Kulturen betreuen werden“, erklärt Marx. Das solle sich selbstverständlich auch im pädagogischen Konzept widerspiegeln.

Die Kinder sollen die Kulturen und Religionen ihrer Kita-Freunde ganz bewusst kennenlernen und entdecken. „So wollen wir sie positiv vorbereiten auf eine vielfältige Gesellschaft.“ Anmeldungen für die Weltentdecker sollen – wie für die anderen Kindertagesstätten in der Stadt – ab Anfang Februar möglich sein.

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