Umzug im Sommer

Aus abgewendet: So geht es jetzt bei Sport Deppenkemper weiter

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André Heinisch will sein Geschäft in kleinerem Rahmen weiterführen.

Werries – Die Nachricht, dass „Sport Deppenkemper“ im Maxicenter schließt, hat vor einigen Tagen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch viele Stammkunden traurig gemacht. Doch mitten im Räumungsverkauf hat der Inhaber des Sportgeschäfts an der Ostwennemarstraße 120 erfreuliche Neuigkeiten.

„Wir machen weiter“, sagte André Heinisch gegenüber unserer Zeitung. Was das konkret bedeutet? Der Räumungsverkauf geht wie geplant weiter und das Ladenlokal wird bis spätestens Ende Juli verlassen. Danach geht es in neuen – und das ist ausschlaggebend – kleineren Geschäftsräumen weiter.

„Wir bleiben am Standort Maxicenter“, kündigte Heinisch an, ließ die genaue Örtlichkeit aber noch offen. Zurzeit sei er dabei, die Pläne für die Zukunft zu schmieden. Ziel sei, dass es möglichst nahtlos weitergehe, das werde aber derzeit alles noch erarbeitet und später bekannt gegeben.

Mitarbeiter sollen alle bleiben

Klar, dass angesichts der neuen Zukunftsperspektive nicht nur der Inhaber selbst glücklich ist. „Auch die Mitarbeiter freuen sich sehr und finden es super“, so Heinisch. Sein Team habe er ohnehin behalten wollen, falls es weitergeht, kündigte der Fachhändler bereits zuvor an. Die Stimmung sei jetzt natürlich sehr gut, bestätigte André Heinisch.

Aktuell umfasst das Team sechs Mitarbeiter plus Buchhaltung. Das Besondere: Alle sind schon von Beginn an bei „Sport Deppenkemper“ beschäftigt, also seit elf Jahren dabei. Am 5. März 2009 öffnete Heinisch erstmals sein Ladenlokal im Maxicenter, nachdem sich zuvor „Sport Grösgen“ vom Standort verabschiedet hatte.

Verkleinerung angepeilt

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine neue“, gab sich Heinisch schon vor der Ankündigung, dass es nun weiter geht, optimistisch. Zurecht, wie sich jetzt also zeigt. Beibehalten werde unterdessen auch, dass der Sportfachhandel an die Verbundgruppe „Sport 2000“ angegliedert ist.

Klar ist schon jetzt, dass die neuen Geschäftsräume kleiner sein werden als das bisherige, gut 550 Quadratmeter große Verkaufsfläche umfassende Ladenlokal an der Ostwennemarstraße 120.

„Für alle war das keine leichte Entscheidung“, sagte der Inhaber vor einigen Tagen über die bevorstehende Schließung. Das Problem sei gewesen, dass die Fläche zu groß für den Umsatz geworden sei. Die Gründe dafür lägen im veränderten Kaufverhalten der Menschen, die bekanntlich immer stärker auf den Onlinehandel statt den stationären Handel vor Ort setzten. Das habe auch „Sport Deppenkemper“ zu spüren bekommen.

Corona-Krise beschleunigt Entwicklung

Die Corona-Krise und die zwischenzeitliche Zwangsschließung aufgrund der Beschränkungen waren schließlich das „i-Tüpfelchen“ und ließen ein „Weiter so“ nicht mehr zu. „Wir sind ein Vollsortimenter“, erklärte André Heinisch, so dass man von Ausrüstungen fürs Wandern über Handball, Fußball, Laufsport bis hin zu Bademode alles im Programm gehabt habe. Inwiefern sich dies im neuen Ladenlokal ändert, wird sich zeigen.

Dass „Sport Deppenkemper“ weitermachen wird, ist auch insofern positiv, als dass sich mit „Runners Point“ im Allee-Center bald ein anderes Sportgeschäft für immer aus Hamm verabschieden wird. Der Konzern „Foot Locker“ hatte bekanntlich kürzlich das Aus für die „Runners Point“-Kette beschlossen.

Die Öffnungszeiten

Während des Räumungsverkaufs hat „Sport Deppenkemper“ an der Ostwennemarstraße 120 montags bis freitags von 9.30 bis 13 Uhr sowie von 14.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet.

Traditionsreicher Name

Schon seit fast 90 Jahren steht der Name Deppenkemper für Mode. Der erste Modeladen unter dem Familiennamen wurde von André Heinischs Urgroßmutter – einer Schneiderin – eröffnet. Auch Heinischs Mutter ist im Modebusiness aktiv und arbeitet noch heute bei „Mode Deppenkemper“, das sein Ladenlokal im Maxicenter an der Ostwennemarstraße 100 neben dem Drogeriemarkt „dm“ hat. „Sport Deppenkemper“ mit Inhaber André Heinisch und „Mode Deppenkemper“ werden aber getrennt betrieben.

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