Abfallwirtschaftsbetrieb in Hamm macht Gewinn

Die Kosten für die Müllabfuhr dürften vorerst stabil bleiben, weil auf Rückstellungen (Betrag von zuviel gezahlten Gebühren) zurückgegriffen werden kann. ▪
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Die Kosten für die Müllabfuhr dürften vorerst stabil bleiben, weil auf Rückstellungen (Betrag von zuviel gezahlten Gebühren) zurückgegriffen werden kann. ▪

HAMM ▪ Die Gebühren für die Abfallentsorgung und die Straßenreinigung bleiben im laufenden Jahr stabil; voraussichtlich wird es auch 2012 keine Erhöhungen für die Bürger geben, erläutert Stadtkämmerer Jörg Hegemann im Gespräch mit unserer Zeitung den jetzt vorliegenden Jahresabschluss und den Lagebericht 2009 des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebes Hamm (ASH). Eine Unwägbarkeit bildet aktuell aber der Winterdienst, denn die Kosten für diese städtische Dienstleistung waren in den vergangenen Wochen bereits sehr hoch. Der bei der Abfallsammlung eingefahrene leichte Verlust kann durch die Entnahme aus Gebührenrückstellungen ausgeglichen werden.

Da der ASH ein städtischer Eigenbetrieb ist, wird im Zuge der Haushaltskonsolidierung ab 2010 eine jährliche Ausschüttung von einer Million Euro an den Stadtetat fällig. Während der Kämmerer diesen Betrag als üblichen Beitrag betrachtet, zeigt ASH-Betriebsleiter Reinhard Bartsch Gefahren auf: Die Zwangsabgabe könne zu „Liquiditätsengpässen“ führen und bedeute eine Schmälerung des Gewinns.“

„Die Gebührenkalkulation für das Jahr 2010 ergab gegenüber 2009 stabile Kosten und Erlöse sowie kaum veränderte zu kalkulierende Reinigungsparameter für Fahbahn und Gewege. Dennoch wurden die Gebühren um rund acht Prozent angehoben, da der Stadtanteil an der Straßenreinigung von bisher 22 Prozent auf nunmehr 15 Prozent reduziert werden musste“, wird auch hier die angespannte finanzielle Situation der Stadt als Argument für die Veränderung angeführt.

Um „längerfristig konkurrenzfähig bleiben zu können“, hat der ASH gemeinsam mit einem Tochterunternehmen (Doga) der Dortmunder Entsorgungsgesellschaft die Arbeitsgemeinschaft Abfalllogistik Hamm (ALH) gegründet. „Zweck der ALH ist die Zusammenarbeit der Vertragspartner bei der Akquisition, Sammlung und Verwertung von Gewerbeabfall, Baumischabfall etc. in der Region der Stadt Hamm und die Zusammenarbeit von Doga und ASH bei der anschließenden Verwertung der akquirierten Materialien in der MVA Hamm“, heißt es in der Begründung für die Kooperation.

Für 2009 weist der ASH eine Bilanzssumme von über 25 Millionen Euro aus; der Jahresgewinn betrug 681 544 Euro. Besonders im Fuhrparkbereich seien gute Ergebnisse erzielt worden, erläuterte Hegemann die vom Rat zu beschließende Vorlage. ▪ vor

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