Abbau des Kesselgerüstes hat begonnen

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Der Abbau des mit mangelhaften Schweißnähten behafteten Kesselgerüstes hat begonnen. ▪

HAMM ▪ Der obere (fehlerfreie) Querträger ist bereits entfernt worden. Der Abbau des mit mangelhaften Schweißnähten behafteten Kesselgerüstes hat begonnen.

RWE hat sich mit dem Zulieferunternehmen auf einen Zeitplan verständigt, wie die Demontage des Stahlbauwerkes und parallel dazu die Neufertigung des Herzstückes des neuen Kraftwerkes in Uentrop ablaufen soll. „Da alles geschraubt ist“, erläutert Kraftwerksleiter Dr. Stefan Laarmann, kann die 110 Meter hohe Konstruktion in etwa zwei Monaten abgebaut werden. „Die neuen Teile werden derzeit gefertigt“, verweist er darauf, dass die künftigen Anlagenelemente jetzt nicht in China, sondern in Ostdeutschland gefertigt werden.

Die Kosten für die Behebung der Schäden muss die Spezialfirma tragen, mit der sich RWE übrigens auch über die Folgen der Terminverschiebung – mit der Konsequenz, dass die beiden neuen Blöcke erst Mitte 2012 ans Netz gehen können – geeinigt hat. Ende diesen Jahres werde die Panne behoben sein, dann werde die ursprüngliche Zeitabfolge (analog zur Verzögerung) wieder greifen.

Und noch eine Neuigkeit hat der Kraftwerkschef parat: „Der Block C ist seit Samstag wieder in Betrieb.“ Damit ist die dreieinhalbmonatige Zwangspause, die durch den Einsturz des Stahlschornsteins der ConTherm-Anlage – dabei wurden andere Anlagenteile beschädigt – verursacht worden war, vorüber. Etwa 600 000 Haushalte werden durch diesen Teil des bestehenden Kraftwerkes mit Strom versorgt.

Ursache dieser Panne waren – wie bereits berichtet – Mängel beim Einbau des Dämmmaterials, bei dem nicht fachgerechte Halterungen verwendet worden waren. Die Kosten für die Schadensbehebung muss die RWE selbst tragen. Weder die Ausgaben für die Reparaturen im einstelligen Millionenbereich noch der Produktionsausfall seien durch eine Versicherung abgedeckt. Die ConTherm-Anlage, in der etwa zehn Jahre lang verschwelte Abfälle in einem speziellen Verfahren (Pyrolyse) zur Stromerzeugung genutzt wurden, wird nicht weiter betrieben, weil die Reststoffe, die verbrannt wurden, nicht mehr genügend Heizwert enthalten. ▪ vor

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