THTR: Abbau des Atomkraftwerks wird 2028 vorbereitet 

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Bis der THTR in Uentrop abgebaut werden kann, vergehen noch einige Jahre. Hunderte Millionen Euro kostet der Rückbaus des strahlenden Reaktors.

Uentrop - Das endgültige Ende des 1989 abgeschalteten Thorium-Hochtemperaturreaktors THTR 300 in Uentrop rückt offenbar langsam und beständig näher. „In etwa fünf Jahren“ soll das atomrechtliche Genehmigungsverfahren zum vollständigen Abbau der Anlage eingeleitet werden.

In zehn Jahren solle dann in Uentrop mit den vorbereitenden Arbeiten zum Abriss begonnen werden, welcher dann ab 2030 in die Tat umgesetzt werden soll. Das teilte ein Sprecher des Landeswirtschaftsministeriums auf WA-Anfrage mit. Das Datum 2030 ist dabei nicht neu. Neu ist aber, dass die Betreibergesellschaft HKG (Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH) offenbar jüngst ihrer Verpflichtung nachgekommen ist, der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde Angaben zum weiteren Vorgehen mit der seit 1997 im sogenannten „Sicheren Einschluss“ befindlichen Anlage zu machen.

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„Spätestens 20 Jahre nach Beginn des Erhaltungsbetriebs“, so der Ministeriumssprecher, sei der Behörde mitzuteilen gewesen, wie lange der Sichere Einschluss der Anlage aufrechterhalten werden solle. „Der Betreiber hat der Atomaufsicht in Erfüllung dieser Auflage mitgeteilt, den Sicheren Einschluss vorläufig aufrecht erhalten zu wollen und ab 2028 mit der Vorbereitung der Anlage auf den vollständigen Abbau zu beginnen“, heißt es aus dem Ministerium. 

BI Umweltschutz schickt Fragen an Minister

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm hatte unter Verweis auf die zum Jahresende auslaufende 20-Jahres-Frist Mitte November einen umfangreichen Fragenkatalog ans Ministerium gesandt. Gefragt wurde unter anderem nach den Kosten des Rückbaus, den Rückstellungsverpflichtungen der HKG und dem mit dem Rückbau einhergehenden Gefährdungspotenzial. Die Antworten an die BI stehen noch aus. In früheren Veröffentlichungen war von rund 350 Millionen Euro allein für den Rückbau die Rede gewesen. J fl

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