Motivationsschub beim ASV Hamm-Westfalen

Team Kaltstart zeigt Angst-Gefühle - Kopftraining bei den Handball-Profis

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Hamm – Die Mitglieder des Teams Kaltstart kämpfen sich langsam in die heiße Phase vor dem Firmenlauf. Diesmal mit ganz besonderer Motivation in der Halle der Hammer Bundesliga-Handballer.

 „50, 51, 52 ... super und jetzt noch mal etwas schneller. Aber bleibt zusammen!“ Athletiktrainer Thomas Isdepski schaut auf die Stoppuhr auf seinem Handy. In schwarzer Trainingskleidung und mit einem Klemmbrett bewaffnet steht er in der Halle der Westpressarena. „Und los!“

Unsere Kaltstarter bekommen diesmal ein Training der besonderen Art. Während sich im hinteren Teil der Halle die Spieler des ASV Hamm-Westfalen für ihr Training aufwärmen, bereiten Isdepski und ASV-Trainer Kay Rothenpieler Natalie, Jessica, André, Patrick, Joachim, Valentin und Stefan auf den Firmenlauf vor. Sportlich, aber vor allem mental.

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„Wir haben gerade eher vor heute Angst“

Bevor es beim Intervall-Training ans Eingemachte geht, versammeln sich unsere Läufer deshalb in einem kleinen Besprechungsraum der Westpressarena. Leichte Aufregung liegt in der Luft, denn keiner weiß, was sie als nächstes erwarten wird.

„Habt ihr Angst oder Stress vorm Firmenlauf?“, fragt Rothenpieler in die Runde. „Wir haben gerade eher vor heute Angst“, sagt Natalie und alle lachen. Dabei gibt es dazu keinen Grund, erklärt der Trainer.

„Wichtig: Macht euch keinen Stress"

Neben ihm steht ein kleines Whiteboard – darauf steht in großen Buchstaben das Wort „Motivation“. Aber wie motiviert man Sportler? „Der Kopf spielt eine große Rolle“, sagt Rothenpieler. „Es ist total normal, dass man vor einem großen Spiel – oder in eurem Fall vor dem Firmenlauf – aufgeregt ist. Es werden viele Menschen da sein, die vielleicht auch euren Weg in Zeitung und Radio verfolgt haben. Da will man es schaffen.“ Das Team nickt.

„Wichtig ist: Macht euch keinen Stress. Denkt nicht darüber nach. Konzentriert euch auf etwas Positives, auf die Erfolge, die ihr im Training schon gesammelt habt. Gemeinsam als Team werdet ihr das schaffen.“

Motivationstraining für Team Kaltstart bei den ASV-Handballern

"Der Schnellste geht an die Spitze"

Nach ein paar weiteren Motivations-Tipps geht es dann in den Innenraum der Arena. Der Boden ist leicht klebrig vom Harz, mit dem die Handballer den Ball griffiger machen. Statt eines angsteinflößende Parcours, erwartet die Kaltstarter dort jedoch nur der Athletiktrainer mit Handy und Klemmbrett. „Wir werden Runden laufen. Der Schnellste geht an die Spitze, dahinter bitte der oder die Langsamste. Der Zweitschnellste an den Schluss. Findet euer Tempo und lauft als Gruppe“, erklärt Isdepski.

Verschwitzte, aber zufriedene Gesichter

Es geht rund 150 Meter durch den Flur um den Innenraum herum. Nach jeder Runde gibt es eine kurze Verschnaufpause, dann wird das Tempo erhöht. „Ich habe hier auf meiner Liste Vergleichszeiten. Wenn sie für eine Runde hier 72 Sekunden brauchen, schaffen sie den Firmenlauf in 40 Minuten – bei 54 Sekunden wären es etwa 30. Fast 20 Runden laufen unsere Kaltstarter dann erst noch gemeinsam, dann jeder in seinem Tempo.

Am Ende blickt der Trainer in verschwitzte, aber zufriedene Gesichter. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Team-Chef Joachim unter dem zustimmenden Nicken der Kollegen. Nach einem kleinen Andenken-Foto mit den ASV-Spielern geht es für unsere Kaltstarter nun frisch motiviert in den Endspurt. In drei Wochen ist es schon soweit.

Die Aktion:

Neun Mitarbeiter der „Einhaus-Gruppe“ sind das Team Kaltstart. In der gemeinsamen Aktion von WA und Lippewelle werden sie in den kommenden Wochen für den AOK-Firmenlauf am 5. September fit gemacht. Das Team bekommt dafür unter anderem eine komplette Laufausrüstung von Sport Deppenkemper, ein Trainingsprogramm im Fitnessstudio Aktivita, Beratung durch einen Sportmediziner und ein Motivationscoaching des ASV Hamm-Westfalen.

Pro gelaufenen Trainingskilometer spendet Einhaus-Chef Wilhelm Einhaus zudem 2 Euro an den Kinder- und Jugendhospizdienst Hamm. Aktueller Stand: 2197,05 Kilometer / 4394,10 Euro.

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