Lokale Wirtschaft im Fokus

Gegenüber der HSHL entsteht ein Innovationszentrum

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Die Freifläche gegenüber des HSHL-Campus’ hat die Stadt seit langem als Standort für ein Innovationszentrum im Blick.

Hamm - Nach jahrelanger Diskussion folgen jetzt Taten: Die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) und das Fraunhofer Anwendungszentrum Symila bekommen im nächsten Jahr eine eigene Schaltzentrale als Bindeglied zur Wirtschaft, das Innovationszentrum Hamm.

Die neue Einrichtung soll in direkter räumlicher Nähe zur HSHL errichtet werden. Betreiber wird die Wirtschaftsförderung Hamm, die dafür ein 100-prozentiges Tochterunternehmen gründen wird, die Innovationszentrum Hamm GmbH.

Studenten der HSHL sollen inspiriert werden, in Hamm zu bleiben und hier neue Unternehmen zu gründen; – dies zu bezahlbaren Mieten auf ortsüblichem Niveau, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann bei der Präsentation. Außerdem nehme das Innovationszentrum die Bestandsunternehmen im heimischen Wirtschaftsraum ins Visier, zum Beispiel, um für sie angesichts der fortschreitenden Digitalisierung passgenaue Produkte zu liefern. „Das Innovationszentrum ist ein entscheidender Schritt, um den mit der Ansiedlung der Hochschule beabsichtigten Strukturwandel mit der Ausgründung neuer, innovativer Unternehmen hinzubekommen. Damit sichern wir den Hochschulstandort“, sagte der Verwaltungschef.

Auf die Wirtschaftsförderung komme damit ein neues Themenfeld zu. „Dafür suchen wir bereits Fachpersonal“, sagte der OB. Aus Koalitionskreisen war zu hören, dass die nach dem Wechsel von Dr. Britta Obszerninks zur Stadt vakante Position des stellvertretenden Geschäftsführers zeitnah wiederbesetzt werden soll. Der neue Stellvertreter von Wirtschaftsförderer Christoph Dammermann werde dann zugleich Geschäftsführer des Innovationszentrums.

„Mit dem Innovationszentrum zündet Hamm den Turbo“, sagte Bildungsdezernentin Obszerninks, die das Konzept bereits zu ihrer Zeit bei der Wirtschaftsförderung federführend mitentwickelt hat. Das Innovationszentrum werde auch dem Fraunhofer Anwendungszentrum Symila eine Heimat bieten. Als Plattforum für Existenzgründer und für alteingesessene Firmen werde das Innovationszentrum Strahlkraft in die ganze Region haben. „Die HSHL wird zum Motor für die Wirtschaft“, so Obszerninks.

„Das Land steht bereit“, sagte der Hammer Landtagsabgeordnete Marc Herter. Aus dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) stehe eine mindestens 80-prozentige Förderung für Bau und Betrieb des Innovationszentrums zur Verfügung. „Das ist ein vorbildliches Projekt, weil es nicht nur Start-ups, sondern auch den örtlichen Unternehmensbestand in den Focus nimmt.“ Herter hat sich über mehrere Jahre bei der Landesregierung vehement für das Projekt eingesetzt. „Herter ist es zu verdanken, dass eine positive Entscheidung noch vor der Landtagswahl gefallen ist“, sagte OB Hunsteger-Petermann. WA/dfb

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