Die Zahlen steigen

65 Jugendliche in Hamm mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Mann trinkt aus Flasche - betrunken - Symbolbild.
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In Hamm steigt die Zahl von Jugendlichen, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus mussten. (Symbolbild)

65 Jugendliche aus Hamm wurden im Jahr 2018 wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt. Das sind zehn mehr als im Jahr davor (plus 18,2 Prozent). Diese Zahlen nennt IT.NRW als Statistisches Landesamt.

Hamm – Auffällig ist, dass 2018 der Anteil der Mädchen im Alter von 15 bis unter 20 Jahren mit 37 größer ist als der de gleichaltrigen Jungen (28). Im Vorjahr waren es 22 Mädchen und 33 Jungen, die wegen alkoholbedingter Verhaltensstörungen (psychische und Verhaltensstörungen durch akute Alkoholintoxikation) stationär im Krankenhaus behandelt wurden.

Der höchste Wert für einen stationären Aufenthalt von jugendlichen Hammern im Vergleichzeitraum von zehn Jahren wurde 2010 erreicht: Damals waren es 102 Alkoholvergiftungen, die 55 Behandlungsfälle aus 2017 waren der niedrigste Wert.

In ganz Nordrhein-Westralen wurden 2018 exakt 4658 junge Menschen im Alter von zehn bis einschließlich 19 Jahren mit Alkoholvergiftungen stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren 5,4 Prozent weniger Behandlungsfälle als 2017 (damals: 4924 Fälle). Bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren verzeichneten die Statistiker einen Anstieg der Zahl alkoholbedingter Behandlungen: 2018 wurden 638 Patienten zwischen zehn und 14 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus aufgenommen. Das waren 70 Fälle oder 12,3 Prozent mehr als 2017 (damals: 568 Behandlungsfälle).

Der Anteil der aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär behandelten zehn bis 19-jährigen Patienten an der gleichaltrigen Bevölkerung lag 2018 im Landesdurchschnitt mit 0,27 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Regional betrachtet gab es die höchsten Anteile 2018 für Patienten aus den Kreisen Soest mit 0,56 Prozent und Euskirchen mit 0,52 Prozent sowie der Stadt Hamm mit 0,44 Prozent. Die niedrigsten Quoten ermittelten die Statistiker für Köln (0,14 Prozent), gefolgt von Mülheim an der Ruhr (0,15 Prozent) sowie dem Kreis Minden-Lübbecke und der Stadt Hagen (jeweils 0,18 Prozent).

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