Pro Fall 1000 Euro Sachschaden

53 Taten von Hamm aus geplant: Anklage gegen „Kat-Bande“

Ungewöhnliche Beute im Hammer Stadtgebiet haben unbekannte Diebe gemacht.
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Auch im Hammer Stadtgebiet hat die „Kat-Bande“ die ungewöhnliche Beute gemacht.

Unter anderem in Hamm, aber auch bundesweit hat eine Bande im großen Stil Katalysatoren gestohlen. Nun stehen die drei Männer vor Gericht.

Hamm - Weil sie im großen Stil an Autos die Katalysatoren ausgebaut und gestohlen haben sollen, muss sich ein aus Bulgarien stammendes Trio ab Freitag, 11. Juni, vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Die von Hamm aus operierende Bande soll im kompletten Bundesgebiet im Einsatz gewesen sein.

Als sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 auch in Hamm die Fälle von Katalysatoren-Diebstählen häuften, hatte die hiesige Polizei eine eigene Ermittlungskommission eingesetzt. Am 11. Dezember schließlich wurden die 47, 25 und 31 Jahre alten Angeschuldigten in Hamm und Berlin auf Betreiben der „EK Kat“ festgenommen. Seitdem sitzen sie in der JVA Hamm in Untersuchungshaft.

53 Taten werden den drei Männern in der Anklage vorgeworfen. Quer durch die Republik sollen sie von älteren, am Straßenrand geparkten Pkw die Katalysatoren ausgebaut haben. Bevorzugte Fahrzeugmodelle waren Opel, VW und japanische Fabrikate.

In den Katalysatoren befinden sich wertvolle Edelmetalle wie Platin, Palladium oder Rhodium. Auf dem Rohstoffmarkt sollen pro Katalysator bis zu 800 Euro zu erzielen sein. An den Autos entstand laut Anklage in der Regel ein Sachschaden von etwa 1 000 Euro.

Für den Prozess sind zunächst sieben Verhandlungstage anberaumt.

Im März 2020 hatte die Polizei bereits nach Katalysator-Dieben in Hamm gefahndet.

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