Cannabis-Bauer zu Bewährungsstrafe verurteilt

HAMM ▪ Zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr wurde ein 42-Jähriger am Mittwoch verurteilt. Im August vergangenen Jahres hatten Polizisten den Mann mit einem Begleiter entdeckt, während die Beiden in einer ehemaligen Gärtnerei in Herringen Cannabis anbauten.

Zufälle gibt es! Da fliegt am 17. August vorigen Jahres eine Hubschrauberbesatzung der Polizei nichtsahnend über das Stadtgebiet und entdeckt eine Gartenanlage, in der zwei Männer beschäftigt sind. Irgendetwas kommt den Beobachtern verdächtig vor. Sie verständigen ihre Hammer Kollegen vor Ort, die sich umgehend auf den Weg zur Holzstraße in Herringen machen. Dort staunen sie nicht schlecht. Denn in einer ehemaligen Gärtnerei befindet sich eine Cannabis-Plantage.

Auch die beiden Männer sind noch dort. Sie schweigen zwar zunächst, räumen dann aber ein, als Gärtner für ihren eigenen Haschisch-Konsum sorgen zu wollen. Das wird ihnen aber nicht abgenommen, zumal ein späteres Gutachten ausweist, dass bereits die noch kleinen Pflanzen fast 2 500 Konsumeinheiten ergeben hätten.

Jetzt stand einer der Hobbygärtner vor Gericht, wobei sich der Vorsitzende Richter darüber wunderte, dass zwar auch gegen den anderen ein Verfahren läuft, ihm aber bisher keine Anklage vorliegt. Er hätte es für besser gehalten, wenn beide zusammen auf der Anklagebank gesessen hätten.

Der zweite war jetzt als Zeuge geladen, gehört wurde er aber nicht mehr, weil der Angeklagte, der erstmals mit dem Strafgesetz in Konflikt gekommen war, durch seinen Anwalt ein volles Geständnis ablegte. Der Verteidiger hoffte auf einen minder schweren Fall für seinen Mandanten. Dem folgte das Gericht aber nicht. Der 42-Jährige wurde wegen des Handels mit Betäubungsmitteln zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Als Auflage muss er 300 Euro an die Staatskasse zahlen. ▪ be

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