Die Mumie kehrt zurück: Gustav-Lübcke-Museum zeigt Aufsehen erregenden 3D-Druck

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Dr. Daniel Spanke präsentiert Originalaufnahme und Rekonstruktion.

Hamm - Es ist quasi die Reinkarnation der Mumie, die einst der 1886 gegründete Mumienverein nach Hamm geholt hat, die seit Anfang dieser Woche zurück im Gustav-Lübcke-Museum ist.

Die Betonung liegt auf „quasi“, denn das Original ist während eines Bombenangriffs im Kriegsjahr 1945 verbrannt. Das Objekt, das in der Ausstellung „Mumien. Der Traum vom ewigen Leben“ ab 3. Dezember gezeigt wird, ist in einem hochmodernen 3-D-Drucker entstanden. 

Erst gab es nur eine Schwarz-Weiß-Fotografie

Spannend ist der Weg dieses Rekonstruktionsversuchs, denn von der eigentlichen Mumie war nur eine einzige Schwarz-Weiß-Fotografie erhalten. Darauf ist ausschließlich der Kopf zu sehen, der Rest des Körpers ist mit einem Tuch abgedeckt. Genau so soll der dreidimensionale Klon in der Ausstellung präsentiert werden, dann in einem abstrahierten Sarkophag. 

Techniken der Kriminalistik

Der 3-D-Druck darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich dabei um Fiktion handelt“, stellt Museumsdirektor Dr. Daniel Spanke klar: Es könne sich lediglich um den Versuch handeln, sich der Realität anzunähern. Dafür haben laut Spanke Wissenschaftler interdisziplinär zusammengearbeitet, auch Techniken der Kriminalistik seien zum Einsatz gekommen.

Die Ausstellung „Mumien. Der Traum vom ewigen Leben“ wird am Sonntag, 3. Dezember, um 11.30 Uhr eröffnet. Sie ist bis zum 17. Juni 2018 zu sehen. Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 11.30 Uhr statt.

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