Gepöbelt, beleidigt und angegriffen

Bahnhofs-Randalierer (24) soll in forensische Klinik

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Der psychisch kranke Angeklagte hatte immer wieder im Bahnhof randaliert.

Hamm/Dortmund - Mit der Unterbringung des Beschuldigten in eine geschlossene psychiatrische Klinik ist am Dortmunder Landgericht der Prozess gegen einen Hammer zu Ende gegangen, der monatelang in der Hammer Innenstadt und am Bahnhof für Unruhe und Angst gesorgt hatte.

Der 24-Jährige hatte immer wieder Bahnbeamte und Angestellte angepöbelt, beleidigt, teilweise sogar aggressiv angegriffen. Nach Überzeugung eines im Prozess gehörten psychiatrischen Sachverständigen stand der Serientäter zur Tatzeit vollständig unter dem Eindruck seiner langjährigen und chronischen psychischen Erkrankung. Das Gericht geht daher davon aus, dass er juristisch nicht bestraft werden kann, wegen seiner Gefährlichkeit aber langfristig in einer forensischen Klinik behandelt werden muss. Bislang zeigt der Hammer jedoch keinerlei Krankheitseinsicht, lässt sich auch nicht medizinisch behandeln.

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Flehentlich bat er das Gericht am letzten Prozesstag, ihn nicht einzuweisen, sondern wieder aus der Klinik zu entlassen, in der er sich derzeit befindet. Er habe aus den Straftaten und dem Prozess gelernt und werde Vergleichbares nicht wieder tun, ließ er das Gericht wissen, fahrig und hektisch in einem zerschlissenen Fotoalbum blätternd. 

Wochenlang in Hamm und Umland herumgetrieben

Zuletzt hatte der Hammer in der Obdachlosenszene gehaust, nachdem er wegen seines Verhaltens immer wieder aus beschützenden Einrichtungen entlassen werden musste. „Zerschunden und verwahrlost“, so der Vorsitzende Richter Helmut Hackmann, trieb er sich dann wochenlang im Hammer Stadtgebiet und angrenzenden Gemeinden herum, „explodierte“ bei kleinsten Auseinandersetzungen, klaute unerklärliche Mengen von Shampoo und Deos und transportierte Müll und zeitweilig eine kleine Igelfamilie in seinen Habseligkeiten.

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