Nach GSG 9-Einsatz: Darknet-Dealer bleiben in U-Haft

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Einsatzkräfte der GSG 9 - hier ein Beispielbild - nahmen im Sommer 2017 zwei Brüder in Werries fest.

Hamm - Es geschieht nicht alle Tage, dass Einsatzkräfte der GSG 9, sprich der 1972 nach der Geiselnahme von München gegründeten Spezialeinheit der heutigen Bundespolizei, in Hamm zur Tat schreiten. Am 31. August 2017 war dies der Fall, als in einem Mehrfamilienhaus in Werries zwei Brüder festgenommen wurden. Wie sich zeigt, dauern die Ermittlungen bis heute an.

Die beiden im Sommer vergangenen Jahres festgenommenen Männer sollen in ihren Wohnungen mit hochtoxischen Substanzen hantiert haben, um synthetische Drogen herzustellen und diese über das Darknet zu veräußern. Gut acht Monate sind seitdem vergangen, und die beiden Hammer sitzen nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Köln weiterhin in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, eine Anklageerhebung noch nicht erfolgt, teilte ein Behördensprecher auf WA-Anfrage mit. Nach Ablauf der in Strafermittlungsverfahren üblicherweise greifenden Sechs-Monats-Frist sei vom Oberlandesgericht die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet worden. Eine neue Überprüfung werde im Juni erfolgen. 

Cybercrime-Spezialisten der Staatsanwaltschaft Köln hatten bereits Monate vor dem Zugriff Ermittlungen gegen das Brüderpaar geführt. Auch im schleswig-holsteinischen Mölln war am 31. August ein Verdächtiger festgenommen worden. Auch dieser Beschuldigte sitzt weiterhin in U-Haft.

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