Neue Technik

Mit 150.000 Euro: Eishalle rüstet für den Betrieb nach der Sommerpause auf

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Im Sommer auf dem Eis: In der Eishalle in Werries stehen in diesem Jahr vor allem technische Neuerungen auf dem Programm.

Hamm – Es ist zuletzt etwas ruhig geworden um die Eishalle. Denn seit mittlerweile fast viereinhalb Monaten hat die beliebte Freizeiteinrichtung in Werries geschlossen – erst wegen Corona und dann für die jährliche Sommerpause. Ein Blick in die Halle zeigt aber, dass es dort zurzeit alles andere als ruhig zugeht.

Wie schon in den Sommermonaten der vergangenen Jahre werden auch aktuell wieder viele Arbeiten in und an der Halle durchgeführt. Dabei investiert die Hammer Eis-Genossenschaft (EG) als Betreiberin 150.000 Euro. „Wir machen das jährlich im Wechsel: Ein Jahr wird in die Technik investiert und im nächsten in die Attraktivität“, erklärt Betriebsleiter Dirk Sowicki. Dieses Mal liegt der Fokus auf der Technik der 1983 gebauten Eishalle.

Besonders groß ist die Freude bei den Verantwortlichen, was die Installation des sogenannten Rückkühlwerks zur Kühlung der beiden Kompressoren für die Eisgewinnung angeht. Denn bislang war es so, dass die Kompressoren – also Motoren – mittels Leitungswasser gekühlt wurden. Das Problem: Das System verbrauchte sehr große Mengen an Wasser und verursachte dadurch hohe Kosten. Denn insgesamt verbraucht die Eishalle jährlich etwa 5.000 Kubikmeter Wasser, wobei mehr als die Hälfte bislang für die Kühlung der Kompressoren nötig war.

Wasserverbrauch: Fast die Hälfte eingespart

Mit dem neuen Rückkühlwerk ist das jetzt anders: „Das spart richtig Geld und vor allem Wasser“, sagt Sowicki und nennt eine Summe von 2.000 bis 2.500 Kubikmeter Wasser, die nun eingespart würden – nicht zuletzt im Sinne der Umwelt. Dabei war den Verantwortlichen der Eishalle die alte Anlage schon lange ein Dorn im Auge. Aber: „Es hieß immer, das geht nicht anders“, erklärt Sowicki. Durch einen zufälligen Tipp sei man aber auf die Idee mit dem rund 12.000 Euro teuren Rückkühlwerk gekommen.

Arbeiten, wo es kracht und brummt: Dirk Sowicki zeigt, wo in der Sommerpause gearbeitet wird.

Investiert hat die Hammer Eis-Genossenschaft, die die Halle 2015 übernahm, auch in die beiden bereits erwähnten Kompressoren für die Eisgewinnung. Nach einem Motorschaden musste einer von ihnen ausgetauscht werden (Kosten: 48.000 Euro), der andere wurde generalüberholt (25.000 Euro). Das System funktioniert dabei mit Ammoniakgas und sorgt für die Eisschicht und deren dauerhafte Kühlung.

Zwölf von 18 Batterien durchgeschmort

Mit 25.000 Euro gehört auch die neue Steuerzentrale für die Not- und Fluchtwegbeleuchtung zu den teuersten Posten in diesem Sommer. „In der Saison sind im alten Schaltschrank aufgrund eines technischen Defekts zwölf von 18 Batterien durchgeschmort“, erklärt Betriebsleiter Sowicki. Hinzukommt, dass auch die Fluchtwegkennzeichnung auf eine moderne LED-Technik umgerüstet wurde und so ebenfalls Energiekosten eingespart werden.

Während die kostenintensivsten Veränderungen eher im für die Besucher nicht sichtbaren Bereich liegen, hat sich auch ein bisschen was für das Auge getan. „Es geht nur Stück für Stück“, sagt Sowicki aber deutlich. Nachdem vergangenes Jahr unter anderem die Beleuchtung für die beliebte Eisdisco erneuert und eine riesige LED-Anzeige installiert wurde, sind dieses Mal eher kleinere Neuerungen umgesetzt worden.

Alle 600 Verleih-Schlittschuhe geschliffen

Dazu gehört eine neue Polsterung der Blueliner-Sportsbar, ein neues und weniger auffälliges Puckfangnetz an der Südseite der Eishalle und auch ein Teil-Anstrich der Hallenrückseite, die zuletzt mit Graffiti beschmiert war. Aber auch viele weitere Arbeiten sind seit April bereits durchgeführt worden oder werden noch bis zum Neustart der Eissaison im September erledigt. Dazu gehört auch die eigentlich nicht eingeplante Dachsanierung des Kabinentrakts, neue Kickleisten an den Banden sowie das Schleifen aller fast 600 Verleih-Schlittschuhe.

Mit insgesamt rund 150.000 Euro hat die Hammer Eis-EG wieder viel Geld in die Hand genommen, damit die Freizeiteinrichtung auch für die Zukunft gut aufgestellt ist – „auch dank der guten Zusammenarbeit mit dem Maxipark und der Stadt Hamm“, lobt Sowicki. Angesichts der Coronakrise habe man in diesem Sommer aber auf einige Investitionen verzichten müssen.

Saisonstart

Der Saisonstart in der Eishalle, Karl-Koßmann-Straße 1, ist – Stand jetzt – für den 5. September geplant. Die Eisdecke wird bereits in der zweiten Augusthälfte aufgetragen. Im September wird dann auch die Blueliner-Sportsbar wieder geöffnet.

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