100-Jahr-Feier der Kolonie Maximilian wird geplant

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Bergarbeiter-Häuser, so weit das Auge reicht: Die Kolonie Maximilian und die Zeche prägten Werries nachhaltig.

WERRIES - Jahrhundertelang prägte das bäuerliche, meist ärmliche Leben den Ort Werries. Das änderte sich rasant mit der Zeche Maximilian – städtebaulich noch heute an der ehemaligen Arbeiterkolonie Maximilian zu sehen. Ihre Fertigstellung jährt sich 2014 zum 100. Mal. Das Jubiläum soll groß gefeiert werden. So etwas erfordert eine Menge Planung. Daher haben die Vereine und Gewerbetreibenden bereits jetzt bei einem Treffen den Startschuss für die Vorbereitungen gegeben.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts lebten mehr oder weniger 150 Menschen in Werries. Eine zusammenhängende Siedlung gab es nicht. Mit Beginn des Kohleabbaus auf der Zeche Maximilian im Jahr 1912 waren viele Arbeitskräfte erforderlich, die zum Teil von weit her angeworben werden mussten. Sie benötigten Wohnraum, der vor allem mit der Maximiliansiedlung geschaffen wurde. Von 1911 bis 1914 entstanden allein in Werries 591 Wohnungen – darunter auch die Direktorenvilla am Alten Uentroper Weg (siehe auch Bericht oben). So stieg die Zahl der Einwohner bis 1914 auf rund 3 460 an.

Als Zeugnis dieser Entwicklung ist heute noch die Kolonie weitgehend vorhanden. Dort soll auch gefeiert werden. Unter Federführung des Knappenvereins Glück Auf – Maximilian Werries 1907 und des Schützenvereins Werries 1922 wurden jetzt Vertreter von 20 Vereinen zu einem ersten Gespräch eingeladen, wovon etwa die Hälfte der recht kurzfristigen Einladung folgte. Die Teilnehmer waren einer Meinung. „Alle, die da waren, waren dafür, etwas zum Jubiläum zu machen“, sagt Peter Seese, Vorsitzender des Knappenvereins, im Nachgang zu dem Treffen.

Sicherlich befinden sich die Organisatoren noch in einer sehr frühen Planungsphase, als Termin für ein großes Fest ist aber bereits der 16. August 2014 „angedacht“ worden. Es ist der letzte Samstag der Sommerferien. „Die meisten Leute sind dann aus dem Urlaub wieder da“, sagte Seese. Als Festort wird der Platz der Hölderlinstraße favorisiert.

Um den komfortablen Zeitvorsprung zum Jubiläumstermin weiter zu nutzen, ist für den 14. Juni das nächste Treffen angesetzt. Es findet um 18.30 Uhr im Feuerwehrstützpunkt an der Eickhoffstraße statt. Dazu sollen die Vereine Vorschläge erarbeiten, in welcher Weise sie sich an dem Fest beteiligen wollen. So planen die Knappen etwa eine Ausstellung alter Fotografien, und die Geschäftsleute vom Alten Uentroper Weg können sich vorstellen, eine Kaffeestube einzurichten. - ha

Ansprechpartner für alle, die sich am Jubiläum beteiligen möchten, sind Peter Seese (Knappenverein) und Hans-Joachim Feldmann (Schützenverein).

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