„gehörige Portion Glück“ dass es keine Toten gab

Zwölfeinhalb Jahre Haft für Angeklagten im Prozess um vergiftete Babynahrung

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Prozess gegen mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser

Im Prozess um vergiftete Babynahrung hat das Landgericht Ravensburg einen Supermarkt-Erpresser zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Update vom 22.10.2018, 19.47 Uhr: 

Im Prozess um vergiftete Babynahrung hat das Landgericht Ravensburg einen Supermarkt-Erpresser zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den 54-Jährigen erging wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchter räuberischer Erpressung, wie das Gericht am Montagabend mitteilte.

Originalmeldung vom 22.10.2018, 19.06 Uhr:

Ravensburg - Im Prozess um vergiftete Babynahrung hat die Staatsanwaltschaft in Ravensburg 13 Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Oberstaatsanwalt Peter Vobiller hielt am Montag im Plädoyer zu dem Erpressungsfall am Vorwurf des versuchten Mordes in fünf Fällen fest. Jedes der Gläser, die der Angeklagte vor rund einem Jahr in Geschäften auslegte, habe eine tödliche Dosis Gift enthalten, sagte er vor dem Landgericht. Nur dank intensiver Polizeiarbeit - „aber wenn man ehrlich ist, auch einer ganz gehörigen Portion Glück“ - sei damals kein Kind zu Tode gekommen.

Der Angeklagte wollte 11,75 Millionen Euro erpressen

Der 54 Jahre alte Angeklagte habe versucht, 11,75 Millionen Euro von Handelsunternehmen zu erpressen. Vobiller sah die Mordmerkmale Habgier, Heimtücke und Grausamkeit als gegeben an. Dafür forderte er acht Jahre, weitere fünf Jahre wegen räuberischer Erpressung in sieben Fällen. Zuvor hatte der psychiatrische Sachverständige den Angeklagten als schuldfähig eingeschätzt. Der Oberstaatsanwalt folgte in seiner Begründung dem Gutachten. Vor dem Plädoyer seines Verteidigers forderte der Angeklagte eine Pause.

dpa

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