Ermittlungen gegen 67-Jährigen

Zweijähriger stirbt bei Spritztour mit dem Opa

Fehrbellin - Ein Großvater aus Brandenburg war schon des Öfteren mit seinem kleinen Enkel im Radlader unterwegs. Jetzt endete eine Tour tragisch.

Ein zweijähriger Junge ist in Brandenburg von einem kleinen Trecker überrollt und getötet worden. Der Großvater hatte das Kind der Polizei zufolge am Samstag in Fehrbellin nordwestlich von Berlin mitgenommen, um die Kühe zu versorgen. Plötzlich gab die Tür des Radladers nach, der Junge fiel zu Boden, wurde vom Hinterrad erfasst und überrollt. Der 67-Jährige habe nicht mehr reagieren können.

Obwohl nach Angaben eines Polizeisprechers sofort ein Notarzt per Rettungshubschrauber kam, konnte nur noch der Tod des Jungen festgestellt werden. Der Großvater erlitt einen Schock und wurde in eine Klinik gebracht. Die Eltern des Jungen wurden von einem Notfallseelsorger betreut. Warum es zu dem tragischen Unglück gekommen war, war zunächst unklar. Es wird vermutet, dass die Tür nicht richtig verschlossen war.

Ein Alkoholtest bei dem 67-Jährigen ergab, dass er nüchtern war. Die Polizei ermittelt gegen den Mann dennoch wegen fahrlässiger Tötung. „Schwerpunkte der Ermittlungen werden jetzt die Klärung des genauen Ablaufes, der Ursachen und gegebenenfalls der Vermeidbarkeit sein, um damit letztlich auch die Klärung der Schuldfrage durch die Staatsanwaltschaft zu ermöglichen“, erklärte der Polizeisprecher.

Der Leichnam des Jungen soll rechtsmedizinisch untersucht werden. Außerdem wurde der Radlader sichergestellt. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft soll ein Sachverständiger bei der Aufklärung des Vorfalls helfen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare