In Stromschnelle gekentert

17 Tote nach Drachenboot-Unfall in China geborgen

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Rettungshelfer suchen im südchinesischen Touristenort Guilin nach weiteren Vermissten. Foto: Zhou Hua/XinHua

Das Drachenbootfest gehört in China zu den beliebtesten Feiertagen. Im Touristenort Guilin hat sich nun ein verheerendes Unglück ereignet. Eine künstliche Stromschnelle wird 17 Menschen zum Verhängnis.

Guilin (dpa) - Bei einem schweren Unglück mit zwei Drachenbooten im chinesischen Touristenort Guilin sind 17 Menschen ums Leben gekommen. Sechs zunächst vermisste Paddler konnten nur noch tot geborgen werden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag beim Training für die jährlichen Rennen zum Drachenbootfest in dem südchinesischen Ort. Die zwei etwa 18 Meter langen Boote kenterten laut Xinhua auf dem Fluss Taohuajiang. Rund 60 Paddler fielen ins Wasser.

In einem Video mit Handyaufnahmen, das das Staatsfernsehen auf seiner Webseite veröffentlichte, ist zu sehen, wie die Boote an einer künstlichen Stromschnelle durch ein Wehr unter Wasser nicht mehr zu halten sind und kentern. Die Insassen versuchen verzweifelt, das sichere Ufer zu erreichen. Weitere Aufnahmen zeigen wie Opfer am Ufer liegen und Überlebende offenbar Wiederbelebungsmaßnahmen versuchen.

Wie die Staatsagentur Xinhua berichtete, hätten Dorfbewohner in Dunmu das Training organisiert, ohne die Polizei vorher zu informieren. Zwei seien festgenommen worden.

Die Rennen der schmuckvollen Boote mit ihren Paddlern und dem Trommler, der den Takt vorgibt, sind sehr beliebt. Neben Neujahr und dem Mondfest gehört das Drachenbootfest zu den drei wichtigsten Feiertagen in China. Es wird in diesem Jahr am 18. Juni begangen. Schon Monate vorher bereiten sich die Mannschaften auf die Rennen vor vielen Tausend Menschen vor.

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