Zeitung: Bund und Länder machen gegen Studienabbruch mobil

+
Bleiben oder gehen? Bund und Länder wollen die Hochschulen nach einem Zeitungsbericht verpflichten, Maßnahmen gegen massenhaften Studienabbruch zu ergreifen. Foto: Julian Stratenschulte/Symbol

Berlin (dpa) - Bund und Länder wollen die Hochschulen nach einem Zeitungsbericht verpflichten, Maßnahmen gegen massenhaften Studienabbruch zu ergreifen. Dafür müsse ein Teil der Mittel des künftigen Hochschulpakts aufgewendet werden, schreibt die Zeitung "Die Welt" (Montag).

Laut Entwurf der Bund-Länder-Vereinbarung zum Hochschulpakt 2020, der dem Blatt vorliegt, sollen die Länder ab 2016 zehn Prozent der Mittel, die ihnen der Bund für jeden neuen Studienplatz gibt, einsetzen, "um mehr Studierende qualitätsgesichert zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen". Die Länder ihrerseits würden demnach ebenfalls zehn Prozent ihres Anteils drauflegen.

Für einen neuen Studienplatz werden pro Jahr insgesamt 26 000 Euro kalkuliert - die eine Hälfte kommt vom Bund, die andere vom Land. Damit würden davon künftig 2600 Euro in "zielgerichtete Maßnahmen" gegen Studienabbruch fließen, berichtet "Die Welt". Über den Stand der Dinge und die Maßnahmen soll jährlich berichtet werden.

Über das Papier solle die gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern am 30. Oktober befinden, bevor es dann die Ministerpräsidenten beschließen. Der Schwerpunkt soll bei den neuen Studienplätzen an den Fachhochschulen und in den Fächergruppen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik liegen.

Insgesamt werde der Bund zwischen 2015 und 2023 für die Finanzierung des alten und den neuen Hochschulpakt mehr als 14,1 Milliarden Euro bereitstellen, die Ländergemeinschaft mehr als 18,3 Milliarden Euro, schreibt die Zeitung.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare