Zehnjähriger schießt auf Lehrerin und tötet sich selbst

Sao Paolo - Tragödie an einer Schule in Brasilien: Ein Zehnjähriger schießt auf eine Lehrerin und tötet sich dann selbst. Das Tatmotiv ist unklar.

In Brasilien hat ein zehnjähriger Schüler auf eine Lehrerin geschossen und sich dann selbst getötet. Der Junge sei am Donnerstag (Ortszeit) in ein Klassenzimmer der öffentlichen Schule “Alcina Dantas Feijão“ in São Caetano do Sul bei São Paulo gekommen und habe das Feuer auf die 38-Jährige eröffnet, teilte die Stadtverwaltung mit. Zu dem Zeitpunkt hielten sich dort weitere 25 Kinder auf. Nach seiner Tat schoss sich der Junge zweimal in den Kopf. Wenig später erlag er in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Die 38-jährige Lehrerin musste operiert werden, war aber nicht in Lebensgefahr. Unklar blieb, warum das Kind auf die Frau schoss.

Nach ersten Ermittlungen hatte der Zehnjährige den Revolver seinem Vater entwendet, der für den städtischen Sicherheitsdienst arbeitet. In der Klasse bat er zunächst, auf Toilette gehen zu dürfen. “Als er zurückkam, hatte er die Waffe dabei“, sagte der Polizeibeamte Robson Castropil am Freitag. Ein Schüler berichtete von einem “Krach wie bei einer Bombe“. Alle seien aus den Klassenzimmern gelaufen.

Die Lehrerin sei im Bereich der Hüfte von einer Kugel getroffen worden. Ihr Zustand sei aber stabil. Das Kind sollte noch am Freitag auf dem “Cemitério das Lágrimas“ (Friedhof der Tränen) beigesetzt werden.

Erst Anfang April hatte eine andere Schreckensmeldung das Land erschüttert: Damals waren in Rio de Janeiro zwölf Schüler von einem Amokläufer an einer Schule im Vorort Realengo getötet worden.

dpa

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