Nutztierhalter aufgepasst

Drei Schafe in Bayern zerfleischt und zwei verletzt - Behörde bestätigt: Es war ein Wolf

Ein Wolf schaut in einem Wildpark hinter einem Baum hervor.
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Hat drei Schafe im Ostallgäu getötet und zwei verletzt: Ein Wolf.

Am 3. August wurden drei Schafe im Ostallgäu getötet und zwei verletzt. Nach einer Genanalyse ist nun klar: Es war tatsächlich ein Wolf.

  • Drei tote Schafe aus dem Ostallgäu wurden die vergangenen Tage von einem Experten des Bayerischen Landesamts für Umwelt untersucht.
  • Nun ist das Ergebnis da: Die Tiere in Bayern sind tatsächlich einem Wolf zum Opfer gefallen.
  • Die Behörde reagiert mit Maßnahmen für Nutztierhalter in der Region südlich von Augsburg*.

Schloss Neuschwanstein, der Forggensee, die Allgäuer Alpen - der Landkreis Ostallgäu im bayerischen Schwaben hat viele Sehenswürdigkeiten. Nun ist die Region ganz offiziell um eine Attraktion reicher, auf die viele Landwirte wohl lieber verzichtet hätten - um einen Wolf.

Behörde bestätigt: Wolf hat drei Schafe im Ostallgäu getötet

Das nämlich hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) soeben ganz offiziell bestätigt. Bereits vor zehn Tagen sah sich ein Schafzüchter im Landkreis Ostallgäu mit einer schlimmen Szene konfrontiert. Drei seiner Schafe lagen tot auf der Weide, ganz offensichtlich gerissen von einem Raubtier.

Zwei weitere Tiere wurden von dem Angreifer verletzt. Nun muss es bei derartigen Angriffen nicht immer gleich der Wolf sein. Auch streunende Hunde haben gerne mal ein Schaf auf dem Gewissen. Deshalb wird in solchen Fällen immer ein Experte dazugeholt. Ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer. Der dokumentiert dann den Fall und entnimmt Gewebeproben für eine Genanalyse.

Am Donnerstagabend (13. August) hat das LfU das Ergebnis per Pressemitteilung bekanntgegeben und damit ganz zweifelsfrei festgestellt: Die Schafe wurden von einem Wolf getötet und verletzt. Die Untersuchungen sind damit aber nicht beendet. Noch ist völlig unklar, woher das Tier kommt und ob es vielleicht schon bekannt ist.

Tragischer Unfall im Landkreis Amberg-Sulzbach: Bei Weigendorf prallte ein Zug in eine Schafherde, der Lokführer hatte den Zusammenprall nicht verhindern können.

Wolf in Bayern: Vor Ostallgäu schon tote Schafe im Raum Garmisch-Partenkrichen und Traunstein gemeldet

Tatsächlich ist es nicht der erste blutige Kontakt mit einem Wolf in Bayern in diesem Sommer. Gar nicht so weit entfernt, im Landkreis Weilheim-Schongau wurde ein Wolf* von einer Fotofalle abgelichtet. Wenig später gab es Meldungen von toten Schafen im südöstlichen Oberbayern, im Landkreis Traunstein und auf der anderen Seite der Grenze in Tirol. Mitte Juli wurden im südlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen mehrere Schafe tot aufgefunden,* weitere werden vermisst. Auch hier gilt ein Wolf als Verursacher als gesichert. Seitdem wird in der Region die Causa Wolf hefitg diskutiert.*

Wolf in Bayern: Nutztierhalter in der Region bekommen besondere Förderungen und Entschädigungen

Im Ostallgäu indessen gibt es zumindest ein Trostpflaster für die Nutztierhalter. Die Region wurde umgehend in die sogenannte „Förderkulisse zum Herdenschutz in Bayern" aufgenommen. Sie gilt für die Gemeinde, wo die toten Schafe gefunden worden und alle umliegenden Gemeinden.

Nutztierhalter, deren Weiden innerhalb der Kulisse liegen, können sich Herdenschutzmaßnahmen fördern lassen. Anträge können ab sofort bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) gestellt werden. Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer kompensiert werden.

In Harburg hat ein Mann ein Tier mit einer Armbrust erschossen. Das Tier war dort eine lokale Berühmtheit und drehte seit Jahren seine Runden.

Es ist übrigens nicht der erste Wolf im Ostallgäu. Bereits im Spätherbst 2018 wurde anhand eines toten Kalbes ein Wolf in der Region bestätigt. Offenbar fühlen sich die Tiere in der beschaulichen Urlaubsregion wohl und sind gekommen, um zu bleiben. (*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.)

Kein Wolf, aber ein schwarzer Panther scheint sich in einem Landkreis in Oberbayern* herumzutreiben - zumindest, wenn es nach der Sichtung einer Frau geht. Experten suchen nun mit Wildtierkameras. Einen ähnlichen Fall gibt es nun in Südspanien. Dort sollen die Einwohner sogar in ihren Häusern bleiben.

Ein junger Polizist ist bei einem Spaziergang vor seinem Dienst von einem Bären angegriffen worden. Der 24-Jähriger hat die Attacke mit schweren Verletzungen überlebt.

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