Autos brennen in Berlin, Chemnitz und Marburg

+
Die Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin hat sich fortgesetzt.

Berlin - Die Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin hat sich fortgesetzt. Insgesamt wurden damit seit Dienstag 70 Fahrzeuge ganz oder teilweise beschädigt. Auch andere Städte sind betroffen.

Unbekannte zündeten in der Nacht zum Samstag gegen 02.45 Uhr in Berlin-Altglienicke ein Fahrzeug an, gegen 03.00 Uhr stand ein Auto in Friedrichshain in Flammen - beide Wagen brannten vollständig aus. Das teilte die Feuerwehr am Samstagmorgen mit. Um 01.00 Uhr hatte bereits ein Auto in Hohenschönhausen Feuer gefangen, der Brand konnte jedoch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von der Polizei gelöscht werden.

Damit sind seit der Nacht zum Dienstag durch Brandstiftungen und übergreifende Flammen in der Hauptstadt etwa 70 Fahrzeuge ganz oder teilweise beschädigt worden. Über die Tatmotive gibt es bei der Polizei unterschiedliche Einschätzungen: Neben politischen Anschlägen handle es sich wohl auch um Versicherungsbetrug und Nachahmungstaten.

Sechs Autos in Chemnitz angezündet

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Samstag im Chemnitzer Stadteil Kaßberg sechs Autos angezündet. Drei weitere Fahrzeuge seien beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Klein- und Mittelklassewagen. Zudem wurde ein Lkw angesteckt. Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftungen aus. Es ist dies den Angaben zufolge der erste derartige Fall in der Stadt. Schätzungen zufolge beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 300.000 Euro.

Auto in Marburg angezündet

In Marburg sind in der Nacht zu Samstag zwei Autos durch Brandstiftung komplett zerstört worden. Nach Polizeiangaben steckten Unbekannte gegen 4 Uhr früh einen Kleinwagen sowie mehrere Mülltonnen vorsätzlich in Brand. Das Feuer dehnte sich auf einen weiteren Wagen aus, der ebenfalls komplett zerstört wurde. Der Sachschaden wird auf insgesamt etwa 20.000 Euro geschätzt. Die Polizei sucht nach einen Mann mit schwarzer Kapuzenjacke, der in der Nähe des Tatorts beobachtet wurde.

Parallelen zu den Brandanschlägen in Berlin wollte ein Polizeisprecher nicht ziehen.

dpa/dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare