Welt ging nicht unter: US-Prediger sagt "Sorry!"

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Das war wohl nix: US-Prediger Harold Camping (90)

San Francisco - Der Weltuntergang am 21. Mai 2011 blieb aus: Das hat der US-Prediger Harold Camping eingeräumt, der die Apokalypse im vergangenen Jahr vorhergesagt hatte.

In einem Brief auf der Website seiner unabhängigen Gemeinde erklärte der 90-Jährige, es gebe auch keine Hinweise auf ein Ende der Welt in nächster Zeit. Er werde keine weiteren Daten prüfen. Seine Aussagen zur Apokalypse sei "falsch und sündhaft" gewesen. Er habe gelernt, "dass alles in Gottes Hand liegt", und dass "kein Mensch wisse, wann das Ende aller Zeiten kommen wird", wie es bereits auch in der Bibel steht. 

Seiner Entschuldigung fügte der Gottesmann hinzu, seine fehlerhafte Prophezeihung des Weltuntergangs habe aber auch einen positiven Effekt gehabt: Viel mehr Menschen hätten sich deswegen mit der Bibel beschäftigt. 

Campings Organisation mit Sitz in Oakland in Kalifornien hatte Millionen Dollar ausgegeben, um auf Plakatwänden vor dem Tag zu warnen. Als der 21. Mai verstrich, erklärte er zunächst, er habe sich um fünf Monate geirrt. Seine Anhänger waren enttäuscht, schließlich hatten einige von ihnen ihre Arbeitsplätze aufgegeben oder ihre Ersparnisse der Gemeinde gespendet, damit diese vor dem Tag des Jüngsten Gerichts warnen konnte.

dapd/tz

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