Weißer Ring warnt vor falschen Polizisten am Telefon

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In einer neuen Variante des Telefonbetrugs geben sich die Anrufer als Polizisten aus. Foto: Julian Stratenschulte/Symbol

Mainz (dpa) - Die Opferschutzorganisation Weißer Ring warnt vor einer neuen Variante des Telefonbetrugs. Demnach geben sich die Anrufer als Polizisten aus und erzählen von einer vermeintlichen rumänischen Diebesbande, die es auf das Opfer abgesehen habe.

"Das Opfer wird dabei durch Penetranz und beständiges Vorgaukeln einer Notsituation in einen permanenten Alarmzustand versetzt und immer weiter eingeschüchtert", teilte die Bundesgeschäftsführerin des Weißen Rings, Bianca Biwer, in Mainz mit.

Immer wieder, teilweise im Viertelstundentakt, werde das Opfer angerufen. Die Betrüger schafften es mit einem technischen Trick, auf dem Display des Angerufenen die Notrufnummer 110 erscheinen zu lassen. Um sich schützen, solle das Opfer zur Bank gehen, Geld abheben und es dann übergangsweise einem Polizeikurier in Zivil übergeben, gaukeln die Betrüger demnach vor.

Wer es mit einem solchen Anruf zu tun bekomme, solle sich nicht einschüchtern lassen, rät der Weiße Ring. Wichtig sei, beim Telefonat den Namen des Anrufers, seine Funktion sowie gegebenenfalls seine Dienststelle abzufragen und sich zu notieren. Danach solle man zur Kontrolle bei der Institution anrufen, mit der scheinbar gerade gesprochen wurde.

Vor ähnlichen Anrufen falscher Polizisten hatte kürzlich auch das Bundeskriminalamt (BKA) gewarnt. Telefonbetrüger - häufig organisierte Banden - zeigen einen großen Einfallsreichtum. Seit Jahren versuchen etwa sogenannte Enkeltrick-Betrüger, Geld zu erbeuten, indem sie sich als nahe Verwandte ausgeben und eine Notsituation vorgaukeln.

Mitteilung Weißer Ring

Mitteilung BKA vom 6. Juni

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