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„Südeuropa wird gekocht“: Hitzewelle rollt auf Spanien zu - teils 45 Grad

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Von: Patrick Mayer

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Drückende Hitze in Spanien: In Sevilla in Andalusien wurden schon 53 Grad gemessen.
Drückende Hitze in Spanien: In Sevilla in Andalusien wurden schon 53 Grad gemessen. © IMAGO/Angel Garcia

Nicht nur Italien ächzt unter der Trockenheit, sondern auch Spanien. Während das Trinkwasser knapp wird, bereitet sich Madrid auf eine Monster-Hitze vor. Auch Waldbrände machen Sorgen.

München/Madrid - In Italien brennen wegen der Trockenheit die Wälder der Parks in Rom. Aber auch Spanien machen Hitze und Trockenheit schwer zu schaffen. Während schon der Juni sehr heiß war, rollt nun vom afrikanischen Kontinent her eine weitere Hitzewelle auf das Mittelmeerland zu - mit extremen Temperaturen. Von Samstag (9. Juli) an soll es mehrere Tage in Folge über 40 Grad warm werden, schreibt die Südwestpresse. In Madrid soll es demnach teils bis zu 45 Grad heiß werden.

Hitze und Trockenheit in Spanien: Brände zerstören zehntausende Hektar Wald

Das bringt reichlich Probleme mit sich. Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten haben Brände zehntausende Hektar Wald zerstört. So heiß soll es im Juni seit zwei Jahrzehnten nicht mehr gewesen sein. Wie in Italien beginnt auch in Spanien das Trinkwasser knapp zu werden. Die Stauseen waren im Schnitt nur noch zu 46 Prozent mit Wasser gefüllt. Wie spanische Medien unter Berufung auf die Regierung in Madrid berichten, ist das der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor 17 Jahren.

Südeuropa wird in den kommenden Wochen wohl gekocht.

Meteorologe Paul Heger, wetter.de

„Südeuropa wird in den kommenden Wochen wohl gekocht. Von Portugal über Spanien, Italien bis zum Balkan drohen einige Tage, vielleicht sogar wochenlang Höchstwerte um 40 Grad, in Spitzen zwischen 45 und 50 Grad. Letzteres ist Rekordniveau für Europa! Vor allem die Länge der möglichen Hitze, gepaart mit der ohnehin schon extremen Trockenheit, wird für große Probleme sorgen“, erklärt wetter.de-Meteorologe Paul Heger.

Laut der spanischen Zeitung La Vanguardia soll sich die Situation erst im Herbst wieder erholen, nachdem die Füllstände bis September weiter sinken werden. Das habe das Ministerium für Ökologischen Wandel in Madrid erklärt. Es gibt erste Auswirkungen auf den Tourismus: Während das Trinkwasser noch nicht rationiert wird, verzichten laut Fernsehsender RTVE Ferienhausbesitzer und Kommunen teils freiwillig darauf, ihre Swimmingpools und Schwimmbäder mit Wasser zu füllen.

Im Video: Dutzende Dörfer in Spanien wegen Waldbränden evakuiert

Besonders bedenklich sei die Situation im Zentrum, dem Süden und im Südwesten des Landes, wo im andalusischen Sevilla teils Temperaturen von bis zu 53 Grad gemessen wurden. Klimaforscher würden erwarten, berichtet der WDR, dass die Wein- und Olivenproduktion in den kommenden Jahrzehnten deutlich zurückgeht. Es ist ein nicht unwesentlicher Wirtschaftszweig.

Hitze und Trockenheit in Spanien: Auch auf der Balearen-Insel Mallorca bleibt es heiß

Aber: Im Winter soll es in Spanien künftig deutlich weniger regnen. Derweil bleibt es Anfang Juli auch auf der bei deutschen Urlaubern beliebten Balearen-Insel Mallorca heiß - selbst nachts. Während am Tag zwischen 31 und 34 Grad gemessen werden, sollen die Temperaturen in der Nacht nur auf 26 Grad herunterkühlen. (pm)

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