Nach Eisbär Knut die neue Attraktion?

Von China ausgeliehene Pandas Träumchen und Schätzchen landen in Berlin

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Einer der Pandas für Berlin. 

Die Pandas sind unterwegs zum Berliner Zoo: In einer Frachtmaschine hocken "Träumchen" und "Schätzchen" in zwei Transportboxen neben einer Tonne Bambus. Können die schwarz-weißen Bären sechs Jahre nach dem Tod von Eisbär Knut die neue Attraktion werden?

Chengdu - Die beiden chinesischen Riesenpandas „Meng Meng“ (Träumchen) und „Jiao Qing“ (Schätzchen) sind in Berlin angekommen. Die Frachtmaschine mit den beiden Transportboxen landete am Samstag auf dem Flughafen Schönefeld. Aus den Cockpitfenstern wurden eine deutsche und eine chinesische Flagge gehalten, die Feuerwehr begrüßte die Maschine mit einer Wasserdusche.

Als Empfangskomitee standen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der chinesische Botschafter Shi Mingde am Flughafen. „Wir freuen uns, dass Berlin nun um eine Attraktion reicher ist“, sagte Bürgermeister Müller. „Pandas sind etwas Besonderes und sie gehören nach Berlin. Nach dem Tod von Bao Bao im Jahr 2012 hatte man das Gefühl: da fehlt was.“

Das Panda-Männchen "Jiao Qing" Mitte Juni in der Zuchtstation im chinesischen Chengdu. 

Nach ihrem langen Flug werden die Tiere, die mit Pfleger, Tierarzt und Bambus-Vorrat anreisten, in den Berliner Zoo gebracht. Dort beziehen sie ein neun Millionen Euro teures neues Gehege mit chinesischen Pavillons, roten Laternen und einem Kletterspielplatz.

Die tapsigen schwarz-weißen Pandas stammen aus der Zuchtstation Chengdu im Südwesten Chinas. Sie sind Leihgaben auf 15 Jahre, die auch als Teil der chinesischen Diplomatie verstanden werden. Der Reise waren lange Verhandlungen vorausgegangen. Der Berliner Zoo zeigt ab Anfang Juli als einziger Tierpark in Deutschland Pandas - und hofft auf Nachwuchs.

Beide haben dann in ihrer neuen Heimat auch bald Geburtstag: Weibchen Meng Meng wird am 10. Juli vier Jahre alt, Männchen Jiao Quing wird am 15. Juli sieben Jahre alt.

Pandas für den Berliner Zoo.

Chinas Botschafter Shi Mingde sagte am Samstag: „Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne Pandas ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben der Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität.“

Für neun Millionen Euro wurde eigens ein neues Gehege gebaut. Sechs Jahre nach dem Tod von Eisbär Knut sollen die beiden Riesenpandas die neue Attraktion werden.

Lesen Sie hier, was hinter der netten Geste aus China steckt - zusammengefasst von Merkur.de*

*Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk. 

dpa

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