20 Tiere liefen auf sie zu

Tödliche Kuhattacke auf Deutsche: Keine Einigung vor Gericht

Innsbruck - Eine Deutsche war mit ihrem Hund wandern, als plötzlich Kühe auf sie zuliefen und sie tödlich attackierten. Nun ist eine Einigung vor Gericht vorerst gescheitert.

Nach der tödlichen Kuhattacke auf eine Deutsche in Österreich ist eine einvernehmliche Lösung am Dienstag vor Gericht vorerst gescheitert. In dem Zivilprozess in Innsbruck in Tirol forderte der 51-jährige Witwer 360 000 Euro Schadenersatz für den Tod seiner Frau. Der zuständige Richter meinte, dass der Prozess in diesem Jahr vermutlich nicht mehr beendet werden könne.

Die 45-jährige Frau aus Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz war 2014 in einem eingezäunten Bereich mit ihrem Hund auf einem Wanderweg unterwegs, als die Tiere plötzlich seitlich auf sie zuliefen. Die Ermittler vermuteten, dass es die 20 Kühe und Kälber auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen hatten.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat die Ermittlungen gegen den Tierhalter bereits eingestellt. Es liege keine Verletzung der Sorgfaltspflicht vor, hieß es damals von der Behörde. Die Hinterbliebenen haben den Landwirt nun auf Schadenersatz verklagt. Sie werfen ihm vor, gegen die Sorgfaltspflicht eines Tierhalters verstoßen zu haben.

Tatsächlich kommt es häufiger vor, dass Menschen von Kühen attackiert werden. So wurde im August 2011 eine 57 Jahre alte Spaziergängerin in Hessen von einem Tier getötet.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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