Schockierender Vorfall in Amstetten

Betreuerin lässt Kinder mit vier Hunden allein - Neunjähriger erleidet tiefe Bisswunden

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Ein Rottweiler (Archivbild) und drei Jack Russell Terrier hatten den Jungen gebissen.

Mit einem Rottweiler und drei Jack Russell Terriern hat eine österreichische Kinderbetreuerin ihre Schützlinge kurze Zeit allein gelassen. Bis sie zurückkam, hatten die Tiere einen Neunjährigen angegriffen und tiefe Bisswunden zugefügt.

Amstetten - Ein Neunjähriger ist in Österreich von den vier Hunden seiner Betreuerin angegriffen worden. Das Kind erlitt tiefe Bisswunden sowie Blutergüsse, wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Montag mitteilte. Zum Zeitpunkt des Angriffs war der Junge in einer Kinderbetreuung im Bezirk Amstetten. Die 31 Jahre alte Betreuerin habe die Kinder für einige Zeit mit den Hunden - einem Rottweiler und drei Jack Russell Terriern - allein gelassen, um ihren Autoschlüssel zu holen, berichtete die Behörde. Die Tiere trugen entgegen den Vorschriften keinen Maulkorb und waren nicht angeleint.

Nach der Attacke brachte die 31-Jährige am Freitag das verletzte Kind nicht direkt zum Arzt, sondern nach Hause. Erst die Eltern fuhren den Neunjährigen in eine Klinik, wo er ambulant behandelt wurde. Die Betreuerin muss sich wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung verantworten.

In Deutschland hatte zuletzt der Fall des Kampfhundes Chico für Schlagzeilen gesorgt. Der Staffordshire-Mischling hatte Anfang April seine Besitzer totgebissen, eine 52 Jahre alte Frau und ihren Sohn. Das Tier wurde daraufhin eingeschläfert.

Angesichts der Beißattacken der jüngsten Zeit plädiert der Deutsche Tierschutzbund für die bundesweite Einführung eines Hundeführerscheins.

In Hannover hatte vor zwei Wochen der Terriermischling Chico seinen 27-jährigen Besitzer und dessen Mutter totgebissen. Daraufhin wurde Chico eingeschläfert

Ebenfalls ein tragischer Fall hatte sich Ende vergangenen Jahres in Virginia ereignet. Dort wurde eine Frau von ihren eigenen Pitbulls zerfleischt.

dpa

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