Schlechte Aussichten: Sommer nicht in Sicht

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Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes hält das unbeständige Sommerwetter noch bis Ende der Woche an.

Berlin - Nach starken und anhaltenden Regenfällen hat sich die Wetterlage erst einmal wieder beruhigt. Wirkliches Sommerwetter ist aber vorerst nicht in Sicht.

Weiterhin befinden sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mehrere Tiefdruckgebiete über Ost-, Mittel- und Nordeuropa, die keinen Raum für schönes Wetter lassen. Es wird zwar ab Mitte der Woche wärmer, es stehen aber auch neuerlicher Regen und Gewitter an. Beständiges und warmes Sommerwetter ist nicht in Sicht.

Am Wochenende waren von den Regenmassen vor allem Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg betroffen. In Brandenburg entspannte sich die Hochwasserlage am Sonntag. In Spremberg fiel der Pegel, an der Lausitzer Neiße stieg er zwar noch. Das Wasser werde aber bald sinken, hieß es vom Hochwassermeldezentrum Cottbus. Vereinzelt wurden durch das Hochwasser jedoch bereits Deiche beschädigt.

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In Mecklenburg-Vorpommern waren am Wochenende Straßen wegen Überschwemmungen gesperrt, es wurden Keller leergepumpt und umgestürzte Bäume beseitigt. In Greifswald stand das Wasser am Samstag nach Angaben der Feuerwehr bis zu einem Meter hoch.

Die meisten Niederschläge hatte es in Rostock-Warnemünde gegeben. Dort kamen laut DWD von Freitag- bis Samstagmorgen 111 Liter Regen pro Quadratmeter herunter. Diese Mengen seien “schon außergewöhnlich“, sagte ein Meteorologe in Offenbach.

Weniger Eisschlecken, mehr Museumsbesuche

Das insgesamt wechselhafte und zu kühle Sommerwetter hat viele Auswirkungen. “Wir haben spürbar weniger Kunden“, sagte Besi Hoffmann von der Geschäftsleitung der Eis Fontanella Cafés in Mannheim. Zwar werde auch bei Regen Eis gegessen, aber: “Wenn das Wetter richtig schön ist, hat man mehr Lust auf Eis und geht gerne mit einem Eis in der Hand durch die Stadt.“

Auch Unternehmern an der Küste macht das schlechte Wetter zu schaffen. Normalerweise seien die Strandkörbe im Juli und August fast ausgebucht, sagte Martin Kruggel, der auf Rügen Strandkörbe vermietet und Verkaufspavillons betreibt. “Aber jetzt bin ich schon froh, wenn in ihnen wenigstens mal ein paar Gäste für eine Stunde Schutz vor dem Regen suchen und dem Wetter mit einem guten Buch oder einer Flasche Wein trotzen.“

Die Freibäder haben ebenfalls weniger Besucher. Es zeichne sich ab, dass im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur etwa halb soviel Badegäste Berlins Freibäder besucht haben, sagte ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe (BBB) der Nachrichtenagentur dapd. Im Vorjahr hätten die Bäder aufgrund einer Hitzewelle über eine Million Besucher begrüßt.

Zu den Gewinnern gehören die Stadtgastronomie und die Museen. In Stralsund beispielsweise profitieren nach Angaben eines Stadtsprechers vor allem die Hafenkneipen und Restaurants in der Altstadt. In das Ozeaneum kommen derzeit täglich bis zu 7.000 Besucher und mehr.

dapd

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