Wissenschaft

Supererden nachgewiesen: Das Leben dort könnte besser sein als auf unserem Planeten

Eine Supererde mit der Katalognummer 55 Cancri e und umkreist eine Sonne im Sternbild Krebs.
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Supererden haben eine vielfach größere Masse als die Erde und schirmen sich dadurch besser vor Bedrohungen aus dem Weltall ab.

Forscher vermuten, dass auf sogenannten Supererden Leben möglich ist. Diese Planeten sind viel größer und schwerer als die Erde.

  • Auf der Suche nach weiteren Erden: Das Kepler Weltraumteleskop entdeckt 4000 Exoplaneten.
  • Die Supererde Kepler 20b ist doppelt so groß wie unser Heimatplanet.
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Washington D.C. – Sie ähneln der Erde, sind aber um das Mehrfache größer als unser Planet. Supererden sind laut neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen die häufigsten Planeten in unserer Galaxis. Dabei ist ihre Masse zehnmal so groß wie die der Erde – glaubt man der Wissenschaft, könnte sie genau das zum perfekten Heimatplanet des Menschen machen. Der NASA gelang bereits die Entdeckung (*fr.de berichtete) einer dieser Supererden.

Auf Supererden: Gute Bedingungen für Leben

Seit 2009 hat das Kepler Weltraumteleskop circa 4.000 Exoplaneten entdeckt. 30 Prozent davon sind sogenannte Supererden. Und ein kleiner Prozentanteil dieser Supererden befindet sich in einer lebensfreundlichen Zone. Die Oberfläche des Planeten ist nicht zu heiß oder zu kalt, sodass sich dort flüssiges Wasser finden kann. Es besteht die Chance, dass einige der Supererden keine festen felsigen Welten sind wie die Erde, sondern vorwiegend aus Wasserstoff und Helium bestehen – ähnlich wie die Planeten Jupiter und Saturn – die wiederum kein lebensfreundliches Klima bieten.

Flüssiges Wasser und eine große Masse sind jedoch gute Voraussetzungen dafür, dass Supererden von Lebewesen bewohnbar sein könnten. Denn Planeten mit größerer Masse haben eine stärkere Gravitationskraft.

Supererde: Zehnmal so schwer wie die Erde

Die Supererde Kepler 20b ist beispielsweise doppelt so groß wie die Erde und zehnmal so schwer. Dadurch ist die Anziehungskraft der Oberfläche fast dreimal stärker. Ein Planet mit einer stärkeren Gravitationskraft kann mehr Luft-Moleküle halten und eine stärkere Atmosphäre bilden. Dies wiederum schützt den Planeten vor schädlicher Strahlung aus dem Weltall.

Außerdem würden Berge und Hügel schneller abgetragen werden, die Oberfläche der Supererde wäre damit flacher. Denn durch die Erosion würden sich flache Inseln rund um den Planeten bilden und eine bewohnbare Fläche bieten.

Problematisch wäre für die potenziellen Bewohner der Supererde jedoch ihren Planeten zu verlassen. Auf der Supererde Kepler 20b muss beispielsweise eine doppelt so hohe Geschwindigkeit erreicht werden, wie auf der Erde. Raketen würden demnach mehr Treibstoff verbrauchen, um ans Ziel zu kommen. (Zülal Acar) *FR.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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