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Sternschnuppen im November 2022: Drei Meteorströme am Himmel zu sehen

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Von: Simon Stock

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Im November 2022 werden viele Sternschnuppen zu sehen sein. Für Spektakel am Nachthimmel sorgen drei Meteorströme. Höhepunkte sind Schauer der Leoniden.

Hamm - Sternschnuppen begeistern Groß und Klein - vor allem, weil sie hierzulande so selten zu sehen sind. Der November 2022 ist ein großartiger Monat für die Freunde von Sternschnuppen, denn es sind drei gleich Meteorströme aktiv: die Orioniden, die Tauriden und die Leoniden. Sie erreichen zu unterschiedlichen Zeiten des Monats ihre Höhepunkte. Wann und wo die meisten Sternschnuppen zu finden sind.  

Sternschnuppen im November 2022: Orioniden, Tauriden und Leoniden

Bereits seit Beginn des Monats gibt es einiges an Bewegung am nächtlichen Himmel, die auch von NRW und ganz Deutschland aus zu sehen ist. Die Orioniden hatten ihren Höhepunkt zwar schon im Oktober, aber noch zu Beginn des November waren einige der mit 60 Kilometern pro Sekunde schnellen Sternschnuppen, die aus dem Schweif des Halleyschen Kometen stammen, zu sehen. Der November 2022 hatte ein weiteres Highlight zu bieten: einen Blutmond.

Noch etwas länger begleiten uns im November 2022 die Tauriden. Sie kommen aus der fast gleichen Himmelsregion wie die Orioniden. Einige langsame Sternschnuppen sind zu zu sehen, von denen manche ungewöhnlich hell und groß sind - ideal also zum Fotografieren. In manchen Jahren überraschen die Tauriden mit einer hohen Zahl an besonders hellen, auffälligen Feuerbällen, den so genannten Boliden.

Sternschnuppen im November 2022: Tauriden-Höhepunkt am 12. November

Die Tauriden sind im Grunde sogar zwei Meteorströme. Der Höhepunkt der Südlichen Tauriden war bereits im Oktober, wenngleich noch bis Mitte des Monats ihre Aktivität deutlich erhöht ist. Offizieller Höhepunkt der Nördlichen Tauriden ist am 12. November, doch der unterscheidet sich von der Sternschnuppen-Aktivität in den Nächten davor und danach nicht sehr. Beide Tauriden-Schwärme sind zur gleichen Zeit in der gleichen Himmelsregion unterwegs. Das Sternbild Stier (Taurus) geht bereits gegen 19 Uhr im Osten auf. Da ist der Himmel im November schon dunkel. Wenn gegen Mitternacht beide Radianten hoch am Himmel stehen, sind die meisten Meteore zu sehen.

Ab dem 6. November ist noch ein dritter Sternschnuppen-Regen aktiv: die Leoniden. Sie wurden nach dem Sternbild Löwe benannt, weil sie nach 23 Uhr von dort zu entströmen scheinen. Die Leoniden flitzen mit 70 Kilometern pro Sekunde - also rund 250.000 km/h - über unseren Nachthimmel. Ihren Höhepunkt erreichen die Leoniden in der Nacht vom 17. auf den 18. November um Mitternacht. Das Problem beim Beobachten des Himmelsphänomens ist - wie häufig - ein heller Mond. So auch diesmal.

Früher galt der November als Sternschnuppen-Monat. Die Leoniden waren in diesem Monat einst ein sehr aktiver Sternschnuppenstrom, doch das hat sich geändert. Alle 33 Jahre kann es jedoch noch zu einem Ausbruch kommen.
Der November ist ein Sternschnuppen-Monat. Die Leoniden erreichen in der Nacht vom 17. auf den 18. November ihren Höhenpunkt. © Patrick Pleul/dpa

Sternschnuppen im November 2022: Leoniden-Höhepunkt am 17./18. November

Normalerweise schicken die Leoniden zum Höhepunkt zehn bis 20 Sternschnuppen pro Stunde. Doch auf diesen Meteor-Strom ist wenig Verlass. In manchen Jahren bringen die Leoniden sensationelle Schauer mit Tausenden kleinen Sternschnuppen hervor, in anderen Jahren ist das Feuerwerk am Himmel deutlich gedämpfter. Experten machen für den November 2022 wenig Hoffnung auf das ganz große Spektakel.

Nicht nur die Leoniden sorgen für Sternschnuppen-Spektakel am Nachthimmel. Der August 2022 brachte uns die Perseiden. Der April gab es den Höhepunkt der Lyriden zu bestaunen.

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