Wahr oder falsch – fünf erstaunliche Ski Mythen

+
Rund ums Skifahren halten sich hartnäckig zahlreiche Ski Mythen. Wir lüften den Schleier – jetzt lesen!

Helmpflicht, Promillegrenze auf der Piste und der Skilehrer ein ewiger Frauenschwarm – Sie kennen als Wintersportler bestimmt einige Ski Mythen, die sich hartnäckig halten. Lesen Sie hier, welche davon dem Realitätscheck standhalten und welche nicht.

1. Traumjob Skilehrer: der Schwarm aller Skihäschen 

Ein Naturbursche, braun gebrannt und immer gut drauf. Noch dazu mit einem Job, der Freiheit, Abenteuer und Erfolg bei der Damenwelt verspricht. Hatten Sie auch so einen Skilehrer? Genau wie beim Surflehrer haftet diesem Beruf ein cooles Image an. 

Kein Wunder, schließlich ist der Skilehrer ein Alphamann. Als Rudelführer hält er seine Schüler zusammen und hilft Ihnen, wann immer es nötig ist. Ganz nebenbei wirkt der Alpen-Casanova wie ein Magnet auf die Damen in der Umgebung. Laut einer Studie halten rund 20 Prozent der befragten Frauen Skilehrer für den Beruf mit dem meisten Sex-Appeal – noch vor dem Feuerwehrmann und dem Manager! 

In der Realität arbeiten Sie als Skilehrer zwar dort, wo andere Urlaub machen, doch sind Sie nicht ständig von heißen Skihaserln umgeben. Oft arbeiten Sie ohne eine feste Anstellung für einen durchschnittlichen Stundenlohn bei den Skischulen im Skigebiet. In Kinderkursen geben Sie für die Kleinen den Animateur oder halten rüstige Senioren während ihrer Skiübungen bei Laune – da sind Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. 

2. Ski Mythen bei der Ausrüstung: Skischuhe halten ewig

Ihre Skischuhe sind auch nach langer Zeit komfortabel und bequem zu tragen? Dann halten sie bestimmt ein Leben lang. Diese Annahme gehört zu den populären Ski Mythen und lässt sich aber laut Experten nicht halten. Gerade die Tatsache, dass Ihr Schuh nicht drückt, deutet auf ein müde gewordenes Material hin. Damit übertragen Sie beim Skifahren nicht mehr optimal Ihre Kraft aus dem Bein in den Schuh. Kurz gesagt: Der Schuh wird weniger griffig und Sie verlieren an Halt. 

Zusätzlich dünsten die chemischen Weichmacher über die Jahre aus der Kunststoffschale aus – im schlimmsten Fall zerbricht die Schale. Da sich auch die Sohle und damit der Anschluss zwischen Skischuh und Bindung abnutzen, bietet Ihr Schuh keine ausreichende Sicherheit mehr. Damit steigt Ihr Risiko, einen Sturz oder Unfall zu erleiden. 

3. Helm tragen ist Pflicht beim Skifahren

Die wenigsten Wintersportler gehen ohne Skihelm auf die Piste – gut so! Tragen Sie einen Helm, senken Sie das Risiko einer Kopfverletzung beim Skifahren um 35 Prozent. Dennoch gibt es nach wie vor für deutsche und schweizerische Skipisten kein Gesetz, welches vorschreibt, dass Sie beim Skifahren einen Schutzhelm tragen müssen.

Anders in Österreich: Dort dürfen Sie in fünf Bundesländern nur mit einem Helm auf der Skipiste durchstarten. Dies wird allerdings nicht kontrolliert und für das Skifahren ohne Kopfschutz droht Ihnen auch keine Strafe. Wieder anders sieht es bei einem Skiurlaub in Italien aus: Zumindest für Kinder bis zu 14 Jahren gilt eine Helmpflicht. Wird Ihr Kind ohne Skihelm erwischt, drohen Ihnen ein Bußgeld von bis zu 200 Euro und der Entzug des Skipasses. 

4. Auf den Skipisten gibt es eine Promillegrenze

Trotz Schutzkleidung und sicheren Pisten erleiden jährlich mehr als 42.000 deutsche Wintersportler einen Unfall beim Skifahren. Der Grund: übermäßiger Alkoholgenuss, der zu langsameren Reaktionen führt und so das Unfallrisiko stark erhöht. Auf diesen Statistiken beruht der Mythos, dass auf deutschen Skipisten eine Promillegrenze herrscht. Liegt ein Skifahrer über einem bestimmten Wert, darf er das Skigebiet nicht mehr betreten – so die Annahme.

Fakt ist, dass eine Promillegrenze  bislang noch nicht existiert. Alkoholisiert Skifahren ist dennoch ein No-Go. Werden Sie auffällig, kann der Skianlagenbetreiber Sie von der Piste verweisen und Ihnen für einen Tag den Skipass entziehen. Verursachen Sie zudem einen Skiunfall unter Alkoholeinfluss, stuft der Richter Ihr Verhalten als grob fahrlässig ein. Das zieht ein härteres Strafmaß nach sich. Verbringen Sie Ihren Skitag daher besser ohne Alkohol. Gönnen Sie sich lieber erst abends auf der Skihütte im Tal ein Gläsche n

5. Wo bereits Skispuren im Hang sind, ist es ungefährlich zu fahren

Kennen Sie das? Neben der Skipiste liegen 30 Zentimeter Neuschnee und Sie sehen nur eine einzige Skispur, die ins Tal führt? Wie verlockend, dort hineinzufahren! Doch Vorsicht: Einzelne Fahrspuren suggerieren eine falsche Sicherheit. Dass bei einem bereits befahrenen Hang keine Lawinengefahr droht, gehört daher ebenfalls zu den gängigen Ski Mythen. 

Bei Neuschnee kann jeder weitere Fahrer auf der Strecke in Gefahr geraten, wenn ungünstige Bedingungen wie Niederschlag oder starker Wind herrschen und Sie über die Schneeverhältnisse nicht informiert sind. Kennen Sie sich als Skifahrer im Gebiet nicht aus, vermeiden Sie Strecken abseits der Piste. So können Sie ungefährdet Ihren Skitag genießen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare