Schwere Vorwürfe gegen Flugzeughersteller

Luxemburg - Im Luxemburger Prozess um den Absturz eines Flugzeugs mit 20 Toten hat die Staatsanwaltschaft dem Flugzeughersteller Fokker eine Mitschuld am Unfall gegeben.

“Die Sicherheitsvorrichtung hat nicht immer funktioniert, wie sie sollte“, sagte Staatsanwalt Serge Wagner am Dienstag im sogenannten Luxair-Prozess vor dem Bezirksgericht.

Dem Hersteller des Flugzeugs waren technische Probleme an Maschinen des gleichen Typs möglicherweise bekannt. Darauf hatte ein technischer Sachverständiger vor Gericht hingewiesen. “Fokker hätte anders reagieren müssen“, sagte Wagner. “Ich bin der Meinung, dass Fokker mitverantwortlich ist für diesen Unfall.“ Noch am Montag hatte Wagner den Piloten in seinem Plädoyer schwer beschuldigt, Fehler gemacht zu haben. Der Prozess hatte sich am Dienstag wegen einer Bombendrohung im Gerichtsgebäude um zwei Stunden verzögert.

Bei dem Absturz der Fokker 50 am 6. November 2002 starben 20 Menschen, darunter 15 Deutsche. Das Flugzeug war auf dem Weg von Berlin nach Luxemburg kurz vor dem Ziel verunglückt.

dpa

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