Optische Täuschung

Schwebender Stein: Foto aus Rems-Murr-Kreis erstaunt Facebook-Nutzer 

Ein großer Felsen scheint vom Himmel herabzuhängen. 
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„Der schwebende Stein“ erfreut sich auf Facebook großer Beliebtheit.

Ein ungewöhnliches Foto verdreht auf Facebook tausenden Nutzern sprichwörtlich den Kopf. „Der schwebende Stein“ scheint am Himmel zu hängen.

Stuttgart - Ein riesiger Felsen scheint vom blauen Himmel herabzuhängen. Unter dem grauen Gestein ragen Bäume in die Höhe, die sich in einem See spiegeln. Auf den ersten Blick sorgt das Foto von Daniel Bohn für reichlich Verwirrung. „Der schwebende Stein“ hat der Fotograf sein Werk genannt - und tatsächlich wirkt es so, als wäre der Stein auf rätselhafte Art und Weise in einen fliegenden Zustand versetzt worden.

In Wirklichkeit aber spielt das Bild mit einem simplen Trick: Daniel Bohn hat es einfach auf den Kopf gestellt. Der nahezu rechteckige Stein liegt in einem See, in dem sich die Umgebung nahezu perfekt spiegelt. Die Bäume, der Himmel, die weißen Wolkenstreifen - alles ist nur eine Reflexion. Um das erkennen zu können, muss der Betrachter ein wenig sein Kopf verrenken - oder einfach seinen Bildschirm auf den Kopf stellen. „Manchmal muss man seine Ansicht ändern, wie man Dinge betrachtet“, schreibt Daniel Bohn dazu in der Facebook-Gruppe „Schönes Baden-Württemberg“.

Mit dem „schwebenden Stein“ will der Hobbyfotograf „in dieser Zeit etwas Postives“ beitragen

In der öffentlichen Gruppe auf dem sozialen Netzwerk hatte der Hobbyfotograf das Foto veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit sammelte „Der schwebende Stein“ tausende positive Reaktionen und Kommentare vieler Baden-Württemberger. „In letzter Zeit konnte ich vielen eine Freude machen mit meinen Fotos - mein Erstreben ist, in dieser Zeit etwas Positives beizutragen“, sagt der Fotograf gegenüber BW24.

Immer wieder begeistern Fotografen während der Corona-Pandemie mit Bildern aus Baden-Württemberg. So fing bereits im vergangenen Jahr ein Hobbyfotograf ein Himmelsphänomen über Pforzheim* ein. Und nicht erst seit der Pandemie gibt es einige Orte, die mittlerweile verlassen sind. Rund um die Landeshauptstadt Stuttgart* gibt es zahlreiche geheime Orte, die kaum jemand kennt*.

„Schwebender Stein“: Normalerweise finden an dem See auch Trauungen statt

Auch der Ort, an dem Daniel Bohn seinen „schwebenden Stein“ aufnahm, ist derzeit stiller als sonst. Entstanden sei das Foto, so der Hobbyfotograf, bei einem Rundgang um den Bühlhauweiher bei der Gemeinde Althütte (Rems-Murr-Kreis). Das Biotop dient nicht nur Spaziergängern für erholsame Wanderungen, sondern für gewöhnlich auch angehenden Ehepaaren als idyllischer Trauungsort in der Natur. Das Foto von Daniel Bohn ist direkt am Trauplatz entstanden. Derzeit finden dort aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg* aber keine Trauungen statt.

„Da ich speziell gerne Spiegelungen aufnehme, egal ob an Seen, Pfützen oder Bächen, und es am Bühlhauweiher eine wunderschöne Spiegelung gab, habe ich das Foto gemacht“, sagt Daniel Bohn. Die Idee, das Foto auf den Kopf zu stellen, sei aber nicht seine eigene. Bereits mehrmals habe er ähnliche Bilder auf Facebook gesehen. „Beim anschließenden Durchschauen meiner Fotos hat mich dann die Erinnerung eingeholt, den Stein auf den Kopf zu stellen - passend zu der aktuell verrückten Zeit“, sagt der Fotograf, „Dass das Foto dann auf soviel Gefallen stößt, hätte ich allerdings nie gedacht.“ *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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