Schule nach EHEC-Ausbruch für eine Woche geschlossen

Paderborn - Nach EHEC-Erkrankungen an einer Schule im ostwestfälischen Altenbeken haben die Behörden die Schule für eine Woche geschlossen. Warum die Behörden jetzt zu dieser Vorsichtsmaßnahme griffen:

Diese Entscheidung sei mit dem Robert-Koch-Institut und den zuständigen Landesbehörden abgestimmt, teilte der Kreis Paderborn am Montag mit. Mit der Schließung bis zum Dienstag nächster Woche solle die Inkubationszeit abgewartet werden.

An der Grundschule hatten sich Mitte Juni drei Jungen im Alter von acht bis elf Jahren mit dem Darmkeim des aggressiven Stamms O104 angesteckt und waren am lebensgefährlichen HU-Syndrom erkrankt. Nachdem auch bei drei Mitarbeiterinnen der Essensausgabe in der Schule und bei einem Beschäftigten eines Caterers in einem ersten Test EHEC-Bakterien nachgewiesen wurden, entschlossen sich die Behörden am Montag zur Schulschließung.

Diese vorsorgliche Maßnahme sei auch mit Blick auf die Sorgen der Eltern erfolgt, sagte Landrat Manfred Müller laut Mitteilung. Andere Kinder seien nicht erkrankt.

Wie sich die drei Schüler angesteckt haben, ist noch nicht geklärt. Denkbar sei eine Infektion über belastete Lebensmittel, aber auch eine Ansteckung auf der Schultoilette über eine sogenannte Schmierinfektion könne nicht ausgeschlossen werden, sagte der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Georg Alles.

Die Mitarbeiter der Essensausgabe und des Caterers sind nicht erkrankt. Den drei Jungen geht es nach Angaben des Kreises inzwischen besser.

dpa

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