Verstecktes Labor in Saarbrücken

Chemiker und Mutter sterben nacheinander – Wochen später finden Experten verdächtige Kassetten

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Chemiker soll in verstecktem Labor mit radioaktivem Material experimentiert haben. (Symbolfoto)

Ein kürzlich verstorbener Chemiker aus Saarbrücken hat auf seinem Grundstück wohl jahrelang mit radioaktivem Material experimentiert. Nun wurde sein geheimes Labor gefunden.

  • In Saarbrücken sind ein Chemiker und seine Mutter hintereinander gestorben
  • Radioaktives Material wurde jetzt im Haus gefunden
  • In einer versteckten Gartenlaube wurde ein Labor entdeckt
  • Die Todesursache des 51-jährigen Chemikers ist geklärt

Update vom 22. März: Mehr als vier Wochen nach dem Fund eines geheimen Labors in Saarbrücken, in dem ein verstorbener Chemiker radioaktives Material lagerte, kam es erneut zu einem Großeinsatz in dem leerstehenden Wohnhaus. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung am Donnerstag. Während der Räumung des zugefüllten Hauses in Saarbrücken sei eine verdächtige Blech-Kassette gefunden worden. Ein Experte habe gegenüber der Zeitung erklärt, dass die Kassetten unter anderem Radium enthalten hätten und wohl aus russischen Militärbeständen stammen würden.

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Update vom 15. Februar um 23.21 Uhr: Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, sei der 51-jährige Chemiker, der für das in einer Gartenlaube versteckte Labor verantwortlich sein soll, an einer Blutvergiftung gestorben. Weil bei vielen Behältnissen in dem Labor die Schrift verblasst sei, könne noch keine Angaben über die genaue Menge der gefährlichen Substanzen gemacht werden.

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Radioaktives Material in Saarbrücken: Neue Details zu verstecktem Labor

Update vom 15. Februar 2019 um 11.21 Uhr: Bei dem radioaktiven Material, das in einem versteckten Labor in einem Wohngebiet in Saarbrücken entdeckt wurde, handle es sich laut einer Sprecherin des Saar-Umweltministeriums in Saarbrücken um „natürliche Uranverbindungen, die in den 1980ern noch frei verfügbar für Forschung und Lehre waren“.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, seien bislang etwa 30 Gramm radioaktiver Uranverbindungen und verschiedene giftige Chemikalien in dem Haus im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler gefunden worden. Eine Gefahr für Umwelt oder Anwohner habe zu keiner Zeit bestanden.

Meldung vom 14. Februar 2019: Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, sei der 51-jährige Chemiker im Januar 2018 gestorben, wenige Monate später auch seine Mutter – seitdem habe das Haus im Dudweiler, einem Stadtteil von Saarbrücken, leer gestanden. Darüber berichtet HEIDELBERG24* am Donnerstag.

Saarbrücken: Gefährliche und radioaktives Material gelagert

Hinweise aus der Nachbarschaft hätten die Behörden darauf aufmerksam gemacht, dass in dem leerstehenden Haus möglicherweise gefährliche und radioaktive Stoffe gelagert sein könnten. Messungen am Hauseingang hätten gefährlich hohe Werte ergeben. 

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Verstecktes Labor in Saarbrücken: Chemiker machte geheime Experimente

Weiter berichtet die Zeitung, dass auf dem Wohngelände des 51-Jährigen in Saarbrücken eine in einen Hang hinein gebaute, versteckte Gartenlaube gefunden wurde, die als Labor gedient hätte. Dort und im Keller des Hauses sei radioaktives Material gefunden worden. Experten hätten das Material sichergestellt und zur Landessammelstelle in Elm gebracht.

Eine Nachbarin habe gegenüber der Zeitung erzählt, dass der 51-jährige Chemiker zu Lebzeiten den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen und arbeitslos gewesen sei.

*HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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kab

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