Unglaublich nah

Riesen-Asteroid rauscht am Freitag knapp an der Erde vorbei

Am Freitag wird‘s ein klein wenig eng im Weltall: Ein Asteroid mit 4,4 Kilometern Durchmesser fliegt an der Erde vorbei - so nah, wie seit 100 Jahren keiner seiner Kollegen.

Miami - Der größte Asteroid seit mehr als hundert Jahren fliegt am Freitag ungewöhnlich nah an der Erde vorbei. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch in Miami mitteilte, rast der Asteroid "Florence" am 1. September in einer Entfernung von etwa sieben Millionen Kilometern an unserem Planeten vorbei - dies sei weit genug, dass keine Gefahr von dem Himmelskörper ausgehe.

Der nach der Begründerin der modernen Krankenpflege Florence Nightingale benannte Asteroid hat einen Durchmesser von etwa 4,4 Kilometern und wurde 1981 entdeckt. "Florence ist der größte Asteroid, der so nah an unserem Planeten vorbeifliegt, seit der erste erdnahe Asteroid vor mehr als einem Jahrhundert entdeckt wurde", sagte Nasa-Abteilungsleiter Paul Chodas.

„Florence“ wird keine Leben bedrohen, meinen die Wissenschaftler

Die Wissenschaftler wollen den Asteroiden bei seinem Vorbeiflug mit Radargeräten in Kalifornien und Puerto Rico analysieren - so erhoffen sie sich Details zu der Beschaffenheit des Himmelskörpers. Asteroiden gelten als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Die meisten von ihnen ziehen fernab der Erde zwischen den Planeten Mars und Jupiter um die Sonne, manche können jedoch auch unserem Heimatplaneten gefährlich nahe kommen.

Kollisionen großer Asteroiden mit unserem Planeten sind äußerst selten. Himmelskörper so groß wie Autos treffen jedoch jedes Jahr auf die Erde. Sie verglühen allerdings in der Atmosphäre, bevor sie die Oberfläche erreichen. "Alle paar Millionen Jahre steuert ein großer Asteroid auf die Erde zu, der das Potenzial hat, Leben zu bedrohen", sagte Nasa-Experte Chodas. Doch Wissenschaftler sind sich sicher: "Florence" ist keiner von ihnen.

Bereits im April war ein Asteroid vergleichsweise knappt an der Erde vorbei gerauscht.

AFP/Video: Glomex

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