Rhein stark mit winzigen Plastikteilen belastet

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Besonders hoch ist die Konzentration der Mikroteile im Ruhrgebiet. Foto: Inga Kjer

Basel - Der Rhein gehört nach Erkenntnissen Schweizer Wissenschaftler zwischen Basel und Rotterdam zu den weltweit am stärksten mit Plastikteilchen belasteten Gewässern.

Besonders hoch sei die Konzentration dieser Mikroteile im Ruhrgebiet, berichten Forscher der Universität Basel in der Fachzeitschrift "Scientific Reports".

Am Rheinknie in Basel liege die Belastung noch leicht unter jener des Genfersees, in der Rhein-Ruhr-Region sei sie hingegen zehnmal höher. In den Weltmeeren bilde Plastikabfall längst riesige treibende Inseln. Zahlreiche Organismen nähmen die Mikroteile auf.

Plastikteile von 0,3 bis 5 Millimeter finden sich den Angaben zufolge heute in fast allen Gewässern. "Sie treten als Zwischenprodukt bei der Kunststoffherstellung sowie als Granulat in Reinigungs- und Pflegeprodukten auf und entstehen bei der Zersetzung größerer Plastikteile in der Umwelt", erklären die Forscher um Thomas Mani von der Basler Uni-Abteilung für Umweltwissenschaften.

Der Rhein sei der erste große Meereszufluss, der auf Plastikabfall untersucht wurde. Andere Forschende hätten zuvor Ozeane, Seen und kleinere Flüsse unter die Lupe genommen.

dpa

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