Brauchtum

Reiter erinnern an Heiligen Coloman

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Hoch zu Ross am Fuße von Schloss Neuschwanstein.

In Schwangau bei Füssen gibt es am zweiten Sonntag im Oktober nicht nur Segen für Menschen, sondern auch für Pferde.

Schwangau  - Zu Füßen des weltberühmten Schlosses Neuschwanstein haben am Sonntag rund 100 Reiter mit ihren geschmückten Pferden das traditionsreiche Fest des Heiligen Coloman gefeiert.

Angeführt von einer Musikkapelle, bewegte sich der Festzug zum Gottesdienst an der Wallfahrtskirche St. Coloman in Schwangau bei Füssen. Am Ende der Messe wurden die Pferde feierlich gesegnet.

Das Fest findet immer am zweiten Oktobersonntag statt. Seine Wurzeln reichen weit zurück. Im Jahre 1012 hatte der irische Mönch Coloman auf dem heutigen Standort der Wallfahrtskirche Rast gemacht. Er war auf Pilgerfahrt ins Heilige Land gewesen. Weil er der Spionage verdächtigt wurde, erhängte man den frommen Pilger zwei Jahre später.

Die Wunder, die sich angeblich an seiner Grabstätte ereigneten, verhalfen St. Coloman zu Popularität bis ins moderne Zeitalter. Seitdem gilt er besonders in Süddeutschland als Heiliger und Schutzpatron des Viehs.

Der Heilige Leonhard ist der Schutzpatron der Landwirte im Oberland. Die Leonhardifahrten sind von Hundham über Kreuth am Tegernsee bis Bad Tölz eine uralte Tradition. Prächtige Gespanne ziehen aus, um ihren Segen zu bekommen, alles Hintergründe und Termine finden Sie bei Merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

dpa

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