68 Übergriffe

Prozess: Missbrauch in Flüchtlingsheim

Berlin - Der Prozess gegen den 45-Jährigen, der 68 Mal einen Jungen in einem Flüchtlingsheim missbraucht haben soll, hat begonnen. Sein Verteidiger kündigte eine Erklärung an.

Ein 45-Jähriger, der in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Spandau einen Jungen über Monate hinweg sexuell missbraucht haben soll, hat vor dem Landgericht eine Aussage angekündigt. Dem Mann werden 68 Übergriffe zur Last gelegt. Das Kind, das wie der 45-Jährige in dem Heim lebte, war laut Anklage zwölf Jahre alt. Der Verteidiger sagte zu Prozessbeginn am Dienstag, sein Mandant werde am zweiten Prozesstag am 20. Dezember eine Erklärung abgeben.

Die mutmaßlichen Übergriffe begannen laut Anklage im Dezember 2015. Der 45-jährige Iraker, der in einem Doppelzimmer lebte, habe den Jungen aufgefordert, ihm zu folgen. „Als der Geschädigte dies ablehnte, drohte er dem Kind an, ihm Schmerzen zuzufügen“, heißt es in der Anklage. Der 45-Jährige habe bei den Taten „jeweils für eine Stunde seine Zimmertür verschlossen“. Dem Zwölfjährigen habe er angedroht, er werde ihn verbrennen, wenn er ihn verrate. Der Junge, der mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in dem Heim lebte, hatte sich Ende Juli offenbart.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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