Obdachlosen totgeprügelt

Motiv: "Mordlust" - Prozess beginnt

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Der Prozess gegen die zwei jungen Männer beginnt heute.

Fulda - Nach massiven Tritten und Schlägen stirbt ein Obdachloser in einer Februarnacht im Bahnhof im hessischen Bad Hersfeld. Jetzt stehen zwei junge Männer wegen Mordes vor Gericht.

Aus „Mordlust“ sollen zwei junge Männer einen Obdachlosen totgeprügelt haben - seit diesem Donnerstag müssen sie sich deshalb vor dem Landgericht Fulda verantworten. Den 22 und 23 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, in der Nacht zum 12. Februar im Bahnhof im hessischen Bad Hersfeld einen schlafenden 47-Jährigen mit Tritten und Schlägen umgebracht haben. Das Opfer starb an schweren inneren Verletzungen.

Die beiden Angeklagten, die auch auf der Straße gelebt haben, waren den Ermittlungen zufolge bei der Bluttat stark alkoholisiert gewesen. Motiv war nach Angaben der Staatsanwaltschaft „Mordlust“. Die Verhandlung wurde nach Verlesung der Anklage vertagt, da noch ein Gutachten über Fußabdrücke am Körper des Opfers fehlte. Damit soll festgestellt werden, wer zugetreten hat. Ein Bundespolizist, der auf dem Weg zur Arbeit im Bahnhof war, hatte die Leiche entdeckt.

Die Männer waren nach einer Großfahndung in Bad Hersfeld festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Ihnen wird in dem Prozess noch eine weitere Gewalttat vorgeworfen. Am 3. Februar, wenige Tage vor dem Mord, sollen sie nach einem Streit einen Mann in seiner Wohnung zusammengeschlagen und massiv gegen den Kopf getreten haben. Ein Urteil wird Mitte Oktober erwartet.

dpa

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