Deutschland mit 17 - die große Generationenumfrage

Fünf Umfrage-Teilnehmer erinnern sich: Unsere Träume mit 17 und was daraus wurde

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Wir haben mit fünf Münchnern über ihre Träume gesprochen - vor und nach unserer Umfrage „Deutschland mit 17“.

Wir fragten in unserem deutschlandweiten Umfrage unsere Leser nach Ihrem Leben im Alter von 17 Jahren. Wovon haben Sie geträumt? Mit fünf Lesern haben wir persönlich gesprochen. Vor und nach der Umfrage. 

Mit 17 hat man noch Träume, und alles fühlt sich an wie im Traum: die erste große Liebe, die uns Schmetterlinge durch den Körper jagt,der erste Urlaub ohne Eltern, Partys, die Pubertät. Um so viele (un-) erfüllte Träume wie möglich einzufangen, haben wir im Mai 2017 eine bundesweite Umfrage gestartet. Die Resonanz war gewaltig! Denn in den vergangenen Monaten haben Sie, liebe Leser, Tausende traumhafte Geschichten mit uns geteilt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die zauberhaftesten Einsendungen vor. Unsere Tabelle zeigt die Ergebnisse der einzelnen Kategorien auf einen Blick. Außerdem haben wir fünf Münchner, die wir im Mai schon einmal befragt haben, mit den Ergebnissen unserer Studie zum Träumen gebracht – träumen Sie mit!

Generation Z: Der Traum von Afrika 

Leo Kestel.

Nach seinem Abitur ist Leo Kestel erst einmal ans Meer gefahren. Auf Korfu hat der 18-Jährige „eine supercoole Zeit verbracht.“ Kaum wieder daheim angekommen, bekam der Münchner erneut Lust, die Welt zu entdecken. „Am liebsten würde ich nach Afrika fliegen“, erzählt er. Wenn Leo Glück hat, darf er im Sommer an einer Art Austauschprogramm teilnehmen. Vorbereitet ist der Münchner auf jeden Fall. „Ich bringe mir gerade Swahili bei“, erzählt er, „mithilfe einer App.“ Nach seiner großen Reise steht für Leo Kestel bereits der nächste Ortswechsel an. „Ich würde gerne Psychologie studieren, vielleicht in Bamberg.“

Maturist: Es hat sofort gefunkt 

Irmgard W.

So richtig verliebt war Irmgard W. das erste Mal mit 17. „Wir haben zusammen gesungen, gedichtet und gelacht – die Zeit war unheimlich aufregend“, erinnert sich die 86-Jährige. „ Nach ihrer Jugendliebe hat die Münchnerin ihren zukünftigen Ehemann kennengelernt. „Bei uns hat’s sofort gefunkt“, erzählt die Seniorin. 

Ihrem Onkel, dem damaligen Pfarrer vom Alten Peter, habe es zwar gar nicht gepasst, dass ein Protestant in die Familie einzieht. „Aber das war mir wurscht – meinen Mann hätte ich für nichts in der Welt hergegeben.“ 1956 wurde geheiratet. Die Ehe hielt fast 52 Jahre, bis zum Tod ihres Mannes. Aber auch zu ihrer Jugendliebe hat Irmgard W. nach wie vor Kontakt. „Wir sehen uns ab und zu bei einem Klassentreffen – und dann plaudern wir über die Vergangenheit.“

Baby Boomer: Neugierig und unbeschwert

Antonio Guardo.

Für den gebürtigen Italiener Antonio Guardo (52) war das Lebensgefühl vor 30 Jahren noch ein anderes. „Ich habe mich vollkommen frei gefühlt“, erinnert er sich, „ich war neugierig, glücklich und unbeschwert.“ Mit 16 Jahren kehrte er seinem Heimatland den Rücken und reiste nach Deutschland, um bei uns zu arbeiten. Eine Entscheidung, die der Münchner bis heute nicht bereut. 

Trotzdem sei das Leben früher fröhlicher gewesen – „irgendwie lebendiger“, erzählt Guardo. „Heute fühle ich mich in vielen Dingen eingeschränkt.“ Die Mode, die Technik, der Job. „Ich habe häufig das Gefühl, mitgehen zu müssen, um nicht abgehängt zu werden.“

Generation Y: Familie bedeutet mir alles

Antun Opic.

Wenn sich Antun Opic (35) an seine Jugend erinnert, schwirren ihm tausend Bilder durch den Kopf. „An Familie habe ich damals aber noch gar nicht gedacht“, erzählt er, „Kinder kamen für mich frühestens mit 30 in Frage.“ Doch es kam anders. Vor 13 Jahren kommt Opics erstes Kind zur Welt. 2012 das zweite, vor zwei Jahren das dritte. Heute bedeutet dem Musiker seine Familie „alles“. 

Doch auch, wenn Opic nach wie vor „nicht allzu weit in die Zukunft denkt“, könnte er sich vorstellen, mal auszuwandern. „Irgendwohin, wo es wärmer ist – am liebsten ans Meer.“ Seine Eltern, die inzwischen auf einem Hof in Kroatien leben, sind Opics größtes Vorbild. „Meine Eltern leben ein Leben, das ich mir durchaus auch vorstellen könnte.“

Baby Boomer: Traumjob Journalistin

Angelika Koehler-Schiessler.

Auf Umwegen ist Angelika Koehler-Schiessler (68) genau da gelandet, wo sie hinwollte. Nach mehreren Aushilfsjobs beschloss die Münchnerin, ihren großen Traum anzupacken – und wurde Mode-Journalistin. Wie ein Großteil der Generation „Baby Boomer“ träumte auch Koehler-Schiessler davon, einen sozialen Beruf zu erlernen. „Ich wollte eigentlich Kunsterzieherin werden“, erinnert sie sich. Doch mit 17 schrieb die Münchnerin einen Aufsatz über die Charakteristik der Landschaft – und entdeckte ihre wahre Leidenschaft, das Schreiben. Damit war klar, wohin die Reise gehen sollte. Vor 30 Jahren lernte die Dame dann eine weitere Leidenschaft kennen: das Tauchen. „Schöne Landschaften haben mich eben schon immer fasziniert...“

Die Ergebnisse: Hier erzählen wir Ihre Geschichten

Deutschland mit 17, ja, wie fühlt sich das eigentlich an? Hier erzählen wir die spannnenden und berührenden Geschichten aus den verschiedenen Themenbereichen der Umfrage.

Sagen Sie uns Ihr Geburtsjahr - wir zeigen Ihnen die Antworten

In unserer Umfrage „Deutschland mit 17“ haben unsere Leser, ihre Herzen weit geöffnet und uns einmalige Einblicke gewährt. Zusammen genommen ergeben ihre Erfahrungen ein einzigartiges Abbild der Gesellschaft. Die Antworten haben uns überrascht, gerührt und mitgenommen.

Finden Sie sich selbst in den Antworten wieder? Probieren Sie es in unserem interaktiven Tool aus und schreiben Sie uns in den Kommentaren.

Diese Portale der Ippen Digital Zentralredaktion haben bei der Umfrage mitgewirkt

Bei der Umfrage haben mitgewirkt: Merkur.de (21,12 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), HNA.de (16,04 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), OVB24 (15,45 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Kreiszeitung (14,19 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), tz.de (8,32 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Fehmarn24.de (0,20 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Waldeckische Landeszeitung (4,82 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Hersfelder Zeitung (1,98 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Offenbach Post (0,92 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Werra Rundschau (4,22 Prozent der Umfrage-Teilnehmer), Rhein-Main Extratipp (0,33 Prozent der Umfrage-Teilnehmer) und echo24.de (1,85 Prozent der Umfrage-Teilnehmer).

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