Ohne Abstand und Masken

Polizei löst Riesen-Party in Berlin auf - 4.000 feiern trotz Corona im Park

Berlin: Partys in der Hasenheide - Menschen feiern an einem warmen Sommertag im Volkspark Hasenheide in Berlin am 19. Juni 2021.
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Im Berliner Park Hasenheide gibt es immer wieder Partys - hier ein Archivfoto aus dem Juni.

Feierwütige haben in der Nacht auf Sonntag für Polizeieinsätze in mehreren Großstädten gesorgt. In Berlin machten sogar 4.000 Menschen Party. Von Abstand und Masken keine Spur.

Berlin - Die Nächte sind lau, offizielle Partys wegen Corona verboten - so hatte die Polizei einiges zu tun. In Berlin feierten 4.000 Menschen in einem Park, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Christopher-Street-Day-Demo in Berlin hatte sich nach dem Ende in den Volkspark Hasenheide in Neukölln verlagert. Anwohner alarmierten in der Nacht auf Sonntag die Polizei und beschwerten sich über laute Musik. Die Einsatzkräfte ließen die Musik stoppen und forderten die Feiernden auf, den Park zu verlassen. Erst am frühen Morgen war der Einsatz beendet, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die meisten hätten ohne Widerstand auf die Anweisungen gehört. 

München: 500 Personen feiern trotz hohem Isar-Pegel unter Brücke 

In München feierten etwa 500 Personen unter einer Brücke an der Isar, wie die tz.de* berichtet. Abstände wurden demnach kaum eingehalten. Zudem sei der Isar-Pegel unter der Brudermühlbrücke nach Einschätzung der Polizei zu hoch und damit gefährlich.

Der Großteil der feiernden Jugendlichen verließ die Party nach dem Eingreifen der Polizei ruhig. Einige Partygäste wären jedoch aggressiv geworden und es sei unter anderem ein Stein auf die Beamten geworfen worden, so die Polizei.

Party in Dortmund: Glasflasche auf Streifenwagen geworfen

In Dortmund feierten 500 Menschen ausgelassen im Park der Partnerstädte, teilte die Polizei Dortmund am Sonntag mit. „Um kurz nach 2 Uhr beendeten Dutzende Polizeibeamte für die Nachtruhe das Zusammenkommen der rund 500 Menschen - zunächst über Lautsprecherdurchsagen und damit einhergehende Platzverweise“, so die Polizei.

Die Mehrzahl sei den Platzverweisen der Polizei nachgekommen und habe sich kooperativ verhalten. Gegen 2.30 Uhr sei es jedoch zu einem Zwischenfall gekommen. Aus der Menge warf eine bislang unbekannte Person eine Glasflasche auf einen der Streifenwagen. Außerdem soll sich eine 41-Jährige dem Platzverweis widersetzt haben. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Corona: Delta-Variante auf im Freien ansteckend

Experten weisen darauf hin, dass bei der Delta-Variante ein Infektionsrisiko unter freiem Himmel besteht. In Deutschland dominiert inzwischen die Delta-Variante. Die Corona-Fälle nehmen zu. Das Robert-Koch-Institut vermeldet am Sonntag 1.387 Corona-Neuinfektionen. Die Inzidenz steigt stetig. (dpa/ml) *Merkur.de und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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