Über 1800 beschlagnahmte Tiere

Online-Datenbank soll Handel mit Menschenaffen einschränken

+
Gerettetes Schimpansenweibchen in Kenia. Foto: Daniel Irungu/Archiv

Johannesburg (dpa) - Das UN-Umweltprogramm Unep hat eine neue Datenbank zu illegal gehandelten Menschenaffen vorgestellt. Über 1800 beschlagnahmte Tiere seien darin aufgenommen worden, teilte die Great Apes Survival Partnership (Grasp) auf der Welt-Artenschutzkonferenz in Johannesburg mit.

Zu den Menschenaffen zählen Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und Bonobos. "Viel zu lange war der illegale Handel mit Menschenaffen anekdotisch und deshalb in Umfang und Ausmaß schwierig, einzuschätzen", sagte Doug Cress, Programmkoordinator von Grasp. "Zum ersten Mal halten solide und verifizierte Daten den unvergleichlichen, illegalen Handel mit Menschenaffen fest", sagte Neville Ash, Leiter des Unep-Monitoring-Zentrums (Unep-WCMC).

Die eingespeisten Daten stammen von 105 Institutionen, darunter Regierungen, wissenschaftliche Einrichtungen, UN-Büros und Naturschutzorganisationen. 67 Prozent der in der Datenbank erfassten Tiere sind Orang-Utans, 24 Prozent sind Schimpansen, gefolgt von Gorillas (6 Prozent) und Bonobos (3 Prozent).

Die Daten reichen bis ins Jahr 2005 zurück und umfassen Beschlagnahmungen in 23 Ländern. Die Hälfte davon erfolgten in Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Asien, in denen es keine Bestände gibt. Dabei werden viele gewilderte Tiere nicht erfasst, wie Grasp mitteilte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.