Urteil

Mutter bietet im Internet Sex mit Tochter (16) an

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Die 37-Jährige Angeklagte im Landgericht in Hildesheim.

Hildesheim - Weil sie ihre damals 16-jährige Tochter als Prostituierte im Internet anbot und den Missbrauch ihrer Kinder durch ihren Lebensgefährten förderte, ist eine 37-Jährige verurteilt worden.

In dem Prozess am Landgericht im niedersächsischen Hildesheim ging es um Taten aus den Jahren 2012 und 2013. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Frau eine ihrer damals minderjährigen Töchter über Internetportale gegen Geld zum Sex angeboten hatte.

Dabei übernahm sie die Organisation der Termine und behielt das Geld ein. Ihrer Tochter drohte sie für den Fall des Widerstands mit Rauswurf. Die Angeklagte gestand die Vorwürfe nach Angaben des Gerichtssprechers während des Verfahrens. 

Sie muss wegen Zuhälterei und zweifachen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern für vier Jahre hinter Gitter. Gleich nach dem Urteil verzichteten sie und die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel. Damit ist das Urteil gegen sie rechtskräftig.

Laut Anklage war sie dabei, als sich ihr ebenfalls angeklagter Freund an ihrer jüngeren, damals elfjährigen Tochter verging. Der 40-Jährige hatte sich zunächst nicht geäußert, er hatte laut Sprecher auch nicht gestanden. Er muss wegen dreifachen schweren sexuellen Missbrauchs für vier Jahre und zehn Monate in Haft.

Beide Angeklagte müssen letztlich drei Monate weniger im Gefängnis verbringen. Das Gericht trug damit im Rahmen der Strafzumessung dem Umstand Rechnung, dass es bis zu Anklage sehr lange gedauert hatte. Strafverschärfend wirkte sich dem Sprecher zufolge aus, dass es sich bei den Opfern um die eigenen Kinder beziehungsweise die Kinder der Lebensgefährtin handelte.

Der Prozess fand aufgrund des Alters der Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Für das Urteil galt dies jedoch nicht.

afp/dpa

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