Nach Festnahme in Krefeld

Mutmaßlicher Sexualstraftäter nennt Namen zweier Opfer

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Der Hinweis der Polizei auf eine Türöffnung hängt an der Tür zu einer Viersener Wohnung, in der der mutmaßliche Sexualstrafttäter gewohnt haben soll. Foto: ANC-News/dpa

Ein 45-Jähriger aus Viersen soll die Kinder einer Bekannten missbraucht haben. Die Ermittler gehen zudem Hinweisen auf ein drittes Opfer nach.

Mönchengladbach (dpa) - Der nach einer Öffentlichkeitsfahndung gefasste mutmaßliche Sexualstraftäter vom Niederrhein hat laut Staatsanwaltschaft die Namen zweier Kinder genannt, die er missbraucht haben soll.

"Hinsichtlich eines dritten mutmaßlichen Opfers hat er die Angaben des Namens verweigert", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Mittwoch. Der Anwalt habe ihm dann geraten, keine weiteren Angaben mehr zu machen.

Bei den beiden genannten Kindern handele es sich um die sechs und zwölf Jahre alten Söhne einer Bekannten, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main "Focus Online", bevor das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach abgegeben wurde.

Dem mutmaßlichen Täter werden schwerer sexueller Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung von kinderpornografischen Schriften vorgeworfen. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete.

Bisher waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der 45-jährige Deutsche aus Viersen zwei Jungen mehrfach missbraucht und 3800 Bilder und Videos davon im Internet veröffentlicht hat. Ein Haftrichter verkündete am Mittwoch den schon bestehenden Haftbefehl.

Auf den Bildern und Videos ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der schwere sexuelle Missbrauch von zwei Jungen zu sehen. Die Aufnahmen waren vermutlich seit Oktober 2014 gefertigt worden und wurden im Dezember 2017 auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet veröffentlicht, einem verborgenen Bereich des Internets, der anonym genutzt wird. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung mit Foto war der Mann in der Nacht zum Dienstag in Krefeld festgenommen worden.

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